Feuer im Wohnwagen: 73-Jährige bei Brand durch Akku-Defekt verletzt

Feuer im Wohnwagen: 73-Jährige bei Brand durch Akku-Defekt verletzt
In Nußdorf am Attersee, im Bezirk Vöcklabruck, erlebte eine 73-jährige Wohnwagenbesitzerin am 12. August 2025, gegen 12:15 Uhr, einen beunruhigenden Vorfall, als ein Brand im Vorzelt ihres Wohnwagens ausbrach. Der Grund? Eine defekte Akkuleuchte, die sich als unerwartete Brandquelle entpuppte und für große Aufregung sorgte. Tips berichtet, dass das Feuer in einem Kunststoffkübel auf einem Metallregal seinen Anfang nahm und sich rasch auf die Kunststoffzeltplane ausbreitete.
Zum Glück bemerkte der Ehemann der Frau den Brand rechtzeitig und alarmierte sie. Die 73-Jährige befand sich zu diesem Zeitpunkt in der Küche des Vorzeltes. Mithilfe von Decken und zwei Feuerlöschern konnte das Feuer eingedämmt werden, während Nachbarn aus dem Campingbereich zur Unterstützung eilten. Die Feuerwehr übernahm die restlichen Löscharbeiten. Trotz der raschen Reaktionen erlitt die 73-Jährige Verletzungen unbestimmten Grades und wurde nach der Erstversorgung ins Salzkammergut Klinikum Vöcklabruck gebracht.
Die Gefahren von Akkus
Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die Gefahren von Lithium-Ionen-Akkus, die in unserem Alltag omnipräsent sind – sei es in Handys, E-Bikes oder Werkzeugen. Wie NDR erklärt, können defekte oder beschädigte Akkus ernsthafte Brände oder sogar Explosionen verursachen. Besonders alarmierend ist die Tatsache, dass täglich etwa 30 Brände in Deutschland auf Wertstoffhöfen und Müllkippen aufgrund unsachgemäß entsorgter Akkus entstehen.
Die Ursachen für Akkubrände sind vielfältig: Mechanische Beschädigungen, übermäßige Hitze oder Überladungen durch ungeeignete Ladegeräte können eine thermische Kettenreaktion auslösen, die Temperaturen über 600 Grad erreichen kann. Bei einem Brand werden zudem giftige Gase freigesetzt. Daher ist es ratsam, die Signale eines defekten Akkus ernst zu nehmen, die sich beispielsweise in einer kürzeren Akkulaufzeit oder einem aufgeblähten Gehäuse äußern können.
Sichere Nutzung von Lithium-Ionen-Akkus
Aber wie kann man sich vor den Gefahren schützen? Experten raten zu einer sicheren Lagerung und Nutzung von Lithium-Ionen-Akkus. Dazu gehört, Akkus nur mit den dazugehörigen Geräten zu laden, sie auf nicht brennbaren Materialien bei Temperaturen zwischen 10 und 30 Grad zu lagern und sie vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen. Zudem sollten defekte Akkus umgehend entfernt und nicht im Hausmüll entsorgt werden. Stattdessen ist die Rückgabe an Wertstoffhöfen oder die Entsorgung über Schadstoff-Mobile der richtige Weg, wie auch elektrofachkraft.de bekräftigt.
Im Fall eines Akkubrands steht die Sicherheit an oberster Stelle. Kleinere Brände können mit Wasser oder einem Feuerlöscher erstickt werden, während bei größeren Bränden umgehend die Feuerwehr gerufen werden sollte. Nach dem Löschen ist es wichtig, den Akku in einem feuerfesten Behälter zu lagern, um ein Wiederentzünden zu verhindern.
Der Vorfall in Nußdorf am Attersee zeigt eindringlich, wie wichtig es ist, sich der Gefahren von Lithium-Ionen-Akkus bewusst zu sein und sie entsprechend zu verantworten. Nur so lässt sich das Risiko von Bränden minimieren und die Sicherheit von uns allen gewährleisten.