Frauenhaus Pinzgau: Petition sichert Fortbestand in Saalfelden!

Frauenhaus Pinzgau: Petition sichert Fortbestand in Saalfelden!
In der vergangenen Woche wurde im Salzburger Landtag eine Petition des Frauenhauses Pinzgau eingereicht, die den Erhalt des Frauenhauses in seiner aktuellen Form fordert. Dies geschieht vor dem Hintergrund des Gerüchts über eine mögliche Abschaffung der Einrichtung, die seit 1997 Schutz für Frauen und Kinder gewährleistet, die von häuslicher Gewalt betroffen sind. Das Frauenhaus ist in Saalfelden beheimatet und bietet nach einem Neubau im Jahr 2022 fünf barrierefreie Schutzwohnungen an. Landesrätin Daniela Gutschi ({SN}) versichert, dass der Standort erhalten bleibt und die Fortführung des Frauenhauses gesichert ist.
Referatsleiter Simon Kellner betont die Notwendigkeit einer Ausschreibung für den Trägerverein, um einen fairen und transparenten Prozess zu gewährleisten. Auch die bisherigen Gewaltschutz-Tageszentren haben solche Ausschreibungen bereits erfolgreich durchlaufen. Die Vergabe der Trägerschaften erfolgt dabei zu 40% nach Kosten und zu 60% nach Qualität, wodurch der Frauenhaus Pinzgau die Möglichkeit eingeräumt wird, sich zu bewerben. Die aktuelle Förderung seines Angebots wird jedoch als juristisch nicht haltbar angesehen, was die Dringlichkeit der Neuausschreibung unterstreicht.
Wichtige Informationen zur Ausschreibung
Die geplante Ausschreibung für den neuen Trägerverein des Frauenhauses Pinzgau ist für das Frühjahr 2026 angedacht, mit einer Vergabeentscheidung im Sommer 2026 und einem Beginn des neuen Trägers ab dem 1. Juli 2027. Bis dahin bleibt der aktuelle Trägerverein im Amt. Dabei ist häufig zu hören, dass größere Träger den kleineren Vereinen Konkurrenz machen könnten. Doch Kellner hebt hervor, dass bei der Vergabe auch regionale Besonderheiten Berücksichtigung finden sollen und so das Interesse an einer regionalen Trägerschaft gewahrt bleibt.
Der Verein Frauenhaus Pinzgau befürchtet jedoch, in der Ausschreibung gegen größere Organisationen antreten zu müssen. Dennoch plant man, sich auf die Ausschreibung zu bewerben. In der aktuellen Situation ist auch der Verein „Viele“ betroffen, der ebenfalls bereit ist, sich erneut zu bewerben. Es wird erwogen, eine Zusammenarbeit zwischen den beiden Vereinen einzugehen, um die wertvollen Strukturen vor Ort zu sichern. Bis 2025 wurden beispielsweise bereits 337.225 Euro Förderungen an das Frauenhaus Pinzgau ausgezahlt, und das Land stellt die Immobilie kostenfrei zur Verfügung.
Das Frauenhaus: Ein wichtiger Schutzraum
Frauenhäuser und Schutzunterkünfte in Österreich bieten unbürokratische Soforthilfe für gewaltbetroffene Frauen und deren Kinder. Neben Schutz und Unterkunft umfasst das Angebot auch Verpflegung sowie umfassende Beratungsangebote. Diese unterstützen betroffene Frauen in verschiedenen Lebenslagen, sei es bei Ämterwegen, Obsorgefragen oder der Wohnungssuche. Nationalität, Religion und Einkommen sind dabei irrelevant, was den Zugang zu diesen wichtigen Hilfsangeboten betrifft ({bmfwf}).
Die nächste Zeit wird entscheidend sein, nicht nur für das Frauenhaus Pinzgau, sondern auch für ähnliche Einrichtungen in Österreich, die den Betroffenen einen sicheren Hafen bieten. Es bleibt zu hoffen, dass in den kommenden Ausschreibungen die wichtigen Strukturen erhalten bleiben und den Bedürfnissen der Frauen im ländlichen Raum Rechnung getragen wird.