Rasante Verfolgungsjagd: Motorradfahrer mit 195 km/h durch Wien!

Rasante Verfolgungsjagd: Motorradfahrer mit 195 km/h durch Wien!
Wer mit überhöhter Geschwindigkeit durch Wien rast, zieht nicht nur die Aufmerksamkeit der Polizei auf sich, sondern riskiert auch massive rechtliche Konsequenzen. Am Montag, dem 11. August, wurde die Wiener Polizei auf zwei Motorradfahrer aufmerksam, die auf der A23 in Richtung Norden mit über 195 km/h fuhren – ein Geschwindigkeitsübertretung von satten 100 km/h über dem erlaubten Limit. Diese riskanten Fahrmanöver beinhalteten das Überholen anderer Fahrzeuge und das Ignorieren aller Anhaltezeichen der Polizei, wie meinbezirk.at berichtet.
Die Krawallfahrer überfuhren mehrere rote Ampeln und fuhren mit 123 km/h auf der Breitenleer Straße weiter, bevor die Verfolgung in die Ortschaften Raasdorf und Pysdorf überging. Dort wurde der 27-jährige Fahrer mit 152 km/h in einem Ortsgebiet gemessen, wo nur 50 km/h erlaubt sind. Auf Freilandstraßen gab er schließlich 195 km/h zum Besten, wo lediglich 100 km/h erlaubt sind. In der Folge stürzte der Fahrer auf einer Schotterstraße und blieb mit einem Schrecken davon, womit sich die Polizei auf ihn konzentrieren konnte.
Reaktionen der Polizei und rechtliche Folgen
Der Motorradlenker wurde vorläufig festgenommen, sein Motorrad beschlagnahmt und sein Führerschein abgenommen. Laut eigenen Angaben bemerkte der Fahrer die Anhaltezeichen nicht und sieht sich nun mit über 30 Anzeigen konfrontiert. Der zweite Fahrer, erst 24 Jahre alt, stellte sich in einer Wiener Polizeiinspektion und wurde ebenfalls mehrfach angezeigt. Hier wurde ebenfalls eine Empfehlung zum Entzug seines Führerscheins und zur Beschlagnahme seines Fahrzeugs ausgesprochen. Solche Geschwindigkeitsverstöße haben in Österreich gravierende Folgen. Wie adac.de berichtet, werden Fahrzeuge bereits bei mehr als 80 km/h innerorts oder 90 km/h außerorts beschlagnahmt.
Dies geschieht nicht ohne Grund: Extrem hohe Geschwindigkeiten machen nicht nur das Fahren gefährlich, sondern setzen auch andere Verkehrsteilnehmer jagenden Raser aus. In Dänemark etwa wird „wahnsinniges Fahren“, das heißt Fahren mit mehr als 100 km/h über dem Limit, drastisch bestraft und führt zur sofortigen Beschlagnahmung des Fahrzeugs. In Österreich sollte sich jeder Verkehrsteilnehmer bewusst sein, dass er bei Wiederholungstätern bereits bei 60 oder 70 km/h zu schnell mit ähnlichen Sanktionen rechnen kann.
Ein europäisches Ziel für mehr Sicherheit
Der Vorfall in Wien reiht sich in einen größeren Kontext ein. Die EU arbeitet seit 2010 daran, einen gemeinsamen Raum für Straßenverkehrssicherheit zu schaffen. Der langfristige Plan sieht vor, die Zahl der Verkehrstoten bis 2050 auf null zu reduzieren. Laut europarl.europa.eu wurden die Verkehrstoten in der EU zwischen 2001 und 2021 zwar reduziert, doch der Anstieg um 6% im Jahr 2021 verdeutlicht, dass jeder, ob Autofahrer, Motorradfahrer oder Radfahrer, für die Einhaltung der Verkehrsregeln verantwortlich ist.
Initiativen und gesetzgeberische Maßnahmen zur Verbesserung der Straßenverkehrssicherheit umfassen unter anderem neue Richtlinien zu Blutalkoholgrenzen und randomisierte Alkoholtests. Diese Maßnahmen sollen nicht nur die Sicherheit auf den Straßen erhöhen, sondern auch zur Einhaltung der Geschwindigkeitslimits beitragen.
Es liegt an jedem Einzelnen, das eigene Verhalten im Straßenverkehr zu überdenken. Der Vorfall zeigt, dass riskantes Fahren nicht nur fatale Folgen für den Fahrer selbst haben kann, sondern auch für die gesamte Verkehrssicherheit eine Bedrohung darstellt. Ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Fahrzeug könnte somit Leben retten und langfristig zu einem sichereren Verkehrsraum in Wien und darüber hinaus führen.