Zugausfälle auf Ulm-Geislingen-Strecke: Oberleitungsschaden sorgt für Chaos!

Zugausfälle auf Ulm-Geislingen-Strecke: Oberleitungsschaden sorgt für Chaos!
Die Reisenden auf der beliebten Bahnstrecke von Ulm nach Stuttgart müssen sich derzeit auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Grund dafür ist ein Oberleitungsschaden, der am Dienstag bei Amstetten im Alb-Donau-Kreis festgestellt wurde. Laut SWR war ein Güterzug in der Nähe von Amstetten unterwegs, als die Oberleitung riss. Wichtig zu wissen: Die Reparaturarbeiten sind im Gange, ein Spezialteam ist vor Ort, doch die Strecke bleibt bis mindestens Mittwochabend nur eingleisig befahrbar.
Bereits jetzt kommt es zu teils erheblichen Verspätungen und Zugausfällen im Regionalverkehr. Die Züge der Linie RE5 aus Richtung Friedrichshafen enden und beginnen in Ulm Hbf, während die aus Stuttgart lediglich bis Geislingen fahren. Für die Strecke zwischen Geislingen und Ulm wurde ein Ersatzverkehr mit zwei Bussen im Pendelverkehr eingerichtet. Reisende in Richtung Stuttgart haben die Möglichkeit, über Wendlingen zu fahren, wo sie die Züge des RE 200 nutzen können, um ihren Weg fortzusetzen. Dies berichtet auch die Schwäbische Zeitung.
Sicherheitsaspekte und Vorsichtsmaßnahmen
Die Deutsche Bahn hat in diesem Zusammenhang ein Notfallmanagement eingerichtet und die Hochspannungsleitung in der besagten Strecke gesichert. Das betroffene Gebiet ist besonders sensibel. In einem ganz anderen Kontext, aber dennoch relevant, gab es in der Vergangenheit bereits mehrere Unfälle aufgrund unachtsamen Verhaltens rund um Bahn-Oberleitungen. Daten aus 2023 zeigen, dass mindestens vier Personen, darunter ein Jugendlicher, durch Stromschläge an Oberleitungen ums Leben kamen. Insgesamt wurden bis zum Ende des Jahres deutschlandweit 14 Unfälle dieser Art registriert. Die Bahn warnt eindringlich vor den Gefahren, die von Oberleitungen mit 15.000 Volt ausgehen – das ist das 65-fache der Spannung einer herkömmlichen Steckdose zu Hause. Auf sicherere Distanz von mindestens 1,5 Metern zu diesen Leitungen zu achten, ist somit eine wichtige Sicherheitsempfehlung.
Der Vorfall und die damit verbundenen Störungen sind für viele Reisende ärgerlich. Viele Nutzer mussten am Ulmer Bahnhof enden und ihre Reise unterbrechen, da die Strecke bei Stuttgart zusätzlich am Dienstagabend wegen der Entschärfung einer Fliegerbombe gesperrt war. Es bleibt abzuwarten, ob die Reparaturarbeiten am Mittwoch tatsächlich abgeschlossen werden können, wie es einige Berichte vermuten. Die Situation verdeutlicht erneut, wie verletzlich die Infrastruktur im Bahnverkehr ist und welche Auswirkungen solche technischen Pannen auf die Reisenden haben können.