Bio-Grünlandtag 2025: Zukunftsfit für Wiesen und Weiden in Zwettl!

Bio-Grünlandtag 2025: Zukunftsfit für Wiesen und Weiden in Zwettl!
Am 16. September 2025 findet in der Landwirtschaftlichen Fachschule Edelhof in Zwettl der Bio-Grünlandtag statt. Von 9:00 bis 16:30 Uhr steht unter dem Motto „So machen wir Grünland und Weide zukunftsfit“ alles im Zeichen der nachhaltigen Bewirtschaftung von Wiesen und Weiden. Organisiert von der Landwirtschaftskammer Niederösterreich, richtet sich die Veranstaltung an alle, die sich mit der grünen Seite der Landwirtschaft befassen – ganz egal, ob sie nun Kühe halten oder einfach nur als Interessierte dabei sein möchten. Der Teilnahmebeitrag liegt bei geförderten 45 Euro und ungeförderten 125 Euro. Anmeldungen sind bis zum 9. September telefonisch unter +43 5 0259 23100 möglich, und das Event wird auch mit ÖPUL BIO und TGD Anerkennung für Fortbildungsstunden gewürdigt.
Die Agenda des Bio-Grünlandtags ist prall gefüllt mit spannenden Programmpunkten. Dr. Walter Starz von der HBLFA Raumberg-Gumpenstein wird zu Beweidungsstrategien in trockenen Regionen vortragen, während Dr. Bernhard Krautzer in seinem Vortrag die Anlage und Pflege intensiv genutzter Weideflächen erklärt. Zudem wird Christian Koppensteiner, Betreiber des Bio-Milchhofs Koppensteiner, aus zehn Jahren Erfahrung mit Melkrobotern und Weidehaltung berichten. Ein weiterer spannender Vortrag von DI Anna Eckl befasst sich mit neuen Konzepten zur Aufzucht von Bio-Kälbern.
Praktische Einblicke und Expertenwissen
Im Rahmen eines Stationenbetriebs gibt es zudem die Möglichkeit, praktische Einblicke zu gewinnen. Themen wie Grünlanderneuerung mit Einsaattechnik und die Funktionsweise von Melkrobotern auf Biobetrieben stehen dabei auf dem Programm. Reinhard Gastecker wird grundlegende Informationen zu Herdenschutz und Zaunbau anbieten, während eine Grünlandbegehung mit DI Martina Löffler und Dr. Walter Starz für viele neue Erkenntnisse sorgen dürfte. Zum Abschluss wird eine Podiumsdiskussion die gesammelten Eindrücke zusammenfassen.
Wie wichtig Grünland für die ökologische Landwirtschaft ist, zeigt sich auch im Zusammenhang mit der Tierhaltung. Weidehaltung fördert nicht nur das Tierwohl, sondern hat darüber hinaus positive Auswirkungen auf die Artenvielfalt und den Klimaschutz. Laut Informationen von oekolandbau.de trägt Grünland auch entscheidend zur Boden- und Hochwassersicherung bei und spielt eine Schlüsselrolle in der Futterproduktion für Nutztiere. Kinderleicht wird die Umstellung auf Öko-Grünland allerdings nicht: Die Überführung in ökologischen Betrieb muss gemäß der EU-Öko-Verordnung sorgfältig geplant werden und benötigt zwei Jahre, in denen die Erzeugnisse noch nicht als Bio verkauft werden dürfen.
Herausforderungen und Chancen
Die Zeiten sind ungewiss und die Klimakrise stellt die Grünlandwirtschaft vor neue Herausforderungen. Doch es gibt auch Lichtblicke: Projekte wie „GrazyDaiSy“ setzen sich damit auseinander, wie die Optimierung von Beweidungsstrategien langfristig Erfolg bringen kann. Zudem gibt es zahlreiche Ansätze zur Wiedervernässung von Moorböden, die einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz leisten können, indem sie CO2 speichern.
Für all jene, die sich für das Thema Grünland und Weidehaltung interessieren, bietet der Bio-Grünlandtag eine hervorragende Gelegenheit, ihr Wissen zu erweitern und von den Erfahrungen anderer zu lernen. Also, ein guter Zeitpunkt, um sich den 16. September in den Kalender zu notieren! Für weitere Informationen besuchen Sie auch die Bauernseite bei Bio Austria oder die Seite von Oekolandbau.