Junge Pflegekräfte kämpfen gegen Fachkräftemangel in Freistadt!

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Felix Anzinger und Simon Atteneder engagieren sich 2025 im Bezirksseniorenheim Freistadt, thematisieren Fachkräftemangel und Ausbildungschancen in der Altenpflege.

Felix Anzinger und Simon Atteneder engagieren sich 2025 im Bezirksseniorenheim Freistadt, thematisieren Fachkräftemangel und Ausbildungschancen in der Altenpflege.
Felix Anzinger und Simon Atteneder engagieren sich 2025 im Bezirksseniorenheim Freistadt, thematisieren Fachkräftemangel und Ausbildungschancen in der Altenpflege.

Junge Pflegekräfte kämpfen gegen Fachkräftemangel in Freistadt!

Felix Anzinger und Simon Atteneder: Herzblut in der Altenarbeit

Im Bezirksseniorenheim Freistadt geht es lebhaft zu. Hier arbeiten Felix Anzinger (22) aus Unterweitersdorf und Simon Atteneder (25) aus Freistadt als Fachsozialbetreuer in der Altenarbeit. Beide haben ihren Zivildienst in dieser Einrichtung geleistet und haben nun den Schritt gewagt, sich beruflich der Altenpflege zu widmen. Während Anzinger nach seinem Zivildienst ins Lagerhaus Pregarten-Gallneukirchen zurückkehrte, entschied er sich rasch, an der Schule für Sozialbetreuungsberufe in Gallneukirchen eine Ausbildung zum FSB-A zu machen. Praktika in der Altenpflege, mobil und im Klinikum Freistadt halfen ihm dabei, wertvolle Erfahrungen zu sammeln.

Atteneder begann seine dreijährige Ausbildung an der Schule für Sozialbetreuungsberufe Linz Schiefersederweg sofort nach dem Zivildienst. Ein besonderes Erlebnis hatte er dabei mit einer Bewohnerin im Rollstuhl, was ihn sehr prägte. Sein Berufsalltag ist vielfältig: Morgentoilette, Frühstück, Blutzucker- und Gewichtsmessungen sowie Freizeitaktivitäten gehören zu seinen Aufgaben.

Engagierte Betreuung und Hobbys

Das Engagement von Anzinger und Atteneder zeigt sich auch in ihren Hobbys. So spielt Anzinger Trompete im Musikverein Hagenberg und musiziert hin und wieder mit den Bewohnern. Atteneder hingegen genießt es, seine Freizeit mit Freunden und Familie zu verbringen, geht gerne laufen oder spazieren.

Die beiden jungen Fachsozialbetreuer äußern sich besorgt über den Fachkräftemangel im Pflegebereich, insbesondere in Freistadt. Anzinger führt aus, dass die lokale Pflegeschule momentan wenige Bewerbungen für die Ausbildung zum FSB-A erhält. Besonders bedenklich ist, dass seit 2020 kein Abschluss mehr erforderlich ist, um in Altenheimen zu arbeiten. Annemarie Doppler, Leiterin der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege Freistadt, bestätigt diese Entwicklung.

Ausbildungschancen in der Pflege

Die Situation wird durch die demografische Entwicklung noch verschärft. Atteneder merkt an, dass der Altersdurchschnitt im Pflegepersonal hoch ist und junge Menschen in diesen Bereich zu wenig nachkommen. Um dem entgegenzuwirken, gibt es in Oberösterreich verschiedene Fördermodelle für die Pflegeausbildung. Hierzu zählen das Oö. Pflegestipendium für Berufseinsteigerinnen und -einsteiger, das monatlich 600 Euro Unterstützung bietet, sowie weitere finanzielle Zuschüsse für die Absolvierung von Pflegeausbildungen, die seit September 2022 zur Verfügung stehen.

Diese Stipendien gelten für verschiedene Berufsbilder, darunter Altenpflege und Fachsozialbetreuung mit Schwerpunkt auf Altenarbeit. Um die Voraussetzungen zu erfüllen, müssen die Antragsteller in einer anerkannten Ausbildungsstätte angemeldet sein und dürfen keinerlei existenzsichernden Maßnahmen beziehen.

Fazit

Die Erfahrungen von Felix Anzinger und Simon Atteneder stehen exemplarisch für die Herausforderungen in der Altenpflege. Ihre Leidenschaft und Hingabe tragen dazu bei, das Leben der älteren Generation zu bereichern. Doch es bedarf dringend einer Lösung für den Fachkräftemangel, um die Zukunft der Altenarbeit in Österreich nachhaltig zu sichern. Die Initiativen und Stipendien sind ein Schritt in die richtige Richtung, doch ob sie ausreichen werden, bleibt abzuwarten.

Für mehr über die Ausbildung zur Fachsozialbetreuung lesen Sie hier: altenbetreuungsschule.at und die aktuellen Förderungen in Oberösterreich: land-oberoesterreich.gv.at.