Am 27. Gesundheitstalk im Museum St. Peter/Sperr in Wiener Neustadt versammelten sich 180 Besucher, um sich über ein Thema zu informieren, das viele Menschen betrifft: Herzerkrankungen. Kardiologe Maximilian Tscharre eröffnete die Veranstaltung und beleuchtete die gravierenden Auswirkungen von koronaren Herzerkrankungen, die mit 34% aller Todesfälle die häufigste Todesursache in Österreich darstellen. Er erklärte, dass es zwei Hauptarten von Herzerkrankungen gibt: das chronische Koronarsyndrom und den Herzinfarkt. Tscharre informierte auch über die typischen Symptome eines Herzinfarkts, die sich bei Männern in 95% der Fälle durch starke, anhaltende Brustschmerzen äußern, während Frauen häufig andere Symptome wie Magenschmerzen und Erbrechen berichten, was nur in 80% der Fälle auftritt.

Christoph Weiser, Leiter des Reha-Zentrums Felbring, erörterte die Minimierung von Risikofaktoren für Herzinfarkte. Dabei betonte er, dass genetische und sozio-ökonomische Faktoren das Risiko erhöhen, jedoch Lebensstiländerungen enorm helfen können. Für Frauen ist es notwendig, drei Risikofaktoren zu beeinflussen, um 10 Lebensjahre zu gewinnen; Männer müssen dafür fünf Risikofaktoren angehen. Ein einfacher Ansatz zur Verbesserung der Gesundheit besteht darin, 150 Minuten Bewegung pro Woche einzuplanen, um sowohl die Lebensqualität zu steigern als auch das Risiko eines Herzinfarkts zu senken. Sogar kleine Anpassungen wie 10 Minuten mehr Schlaf oder 5 Minuten Sport pro Tag können das Risiko um 10% reduzieren.

Die Dimension des Problems

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind nicht nur ein österreichisches Problem, sondern auch in Deutschland die führende Todesursache. Hier verursachen sie etwa 40 Prozent aller Sterbefälle und haben erhebliche individuelle Krankheitsfolgen sowie hohe gesellschaftliche Kosten. Zu den wichtigsten Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen die koronare Herzkrankheit, der Herzinfarkt und der Schlaganfall. Es gibt zahlreiche beeinflussbare Risikofaktoren, darunter kardiometabolische Erkrankungen wie Hypertonie, Diabetes und Adipositas sowie gesundheitsbeeinträchtigende Verhaltensweisen wie Rauchen und ungesunde Ernährung. Diese Risikofaktoren können durch ein gesundheitsbewusstes Verhalten und medikamentöse Therapien effektiv beeinflusst werden. Daher besteht ein großes Präventionspotential für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, das nicht ungenutzt bleiben sollte (RKI).

Vorsorge und Prävention

Die Diskussion beim Gesundheitstalk in Wiener Neustadt verdeutlichte, wie wichtig es ist, das Bewusstsein für Herzgesundheit zu schärfen. Jeder Einzelne kann durch gezielte Maßnahmen und Veränderungen des Lebensstils einen aktiven Beitrag zur eigenen Gesundheit leisten. Zudem können die Erkenntnisse der Veranstaltung dazu beitragen, das öffentliche Bewusstsein zu fördern und präventive Maßnahmen zu unterstützen. In einer Zeit, in der Herz-Kreislauf-Erkrankungen immer noch die häufigste Todesursache darstellen, ist es unerlässlich, sowohl präventive als auch rehabilitative Strategien zu verfolgen, um die Lebensqualität der Menschen nachhaltig zu verbessern.

Die Informationen und Erkenntnisse, die beim 27. Gesundheitstalk präsentiert wurden, sind ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Es liegt an jedem Einzelnen, diese Botschaften zu verinnerlichen und aktiv zu handeln, um das Risiko von Herzerkrankungen zu senken und ein gesundes Leben zu führen. Für weitere Informationen zu diesem Thema können Sie die vollständige Quelle des Artikels einsehen (meinbezirk.at).

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