Imst steht im Fokus der Diskussion um Leerstand und dessen Reaktivierung. Am 16. April 2026 besuchte Landeshauptmann Anton Mattle die Stadt, um sich vor Ort über das Leerstandmanagement zu informieren. Imst ist eine von sieben Regionen in Tirol, die ab Oktober 2024 kostenlose Beratungen für Eigentümer von leerstehenden Gebäuden anbieten werden. Diese Beratungen werden von Architekt Werner Burtscher durchgeführt, wobei das Regionalmanagement Imst auf die zehnjährige Erfahrung des Leerstandsmanagements in Landeck zurückgreifen kann. Die Zusammenarbeit mit anderen Regionen wie Innsbruck-Land, Kitzbühler Alpen, Lienz, Reutte und Schwaz soll den Austausch von Erfahrungen fördern und die Strategien zur Bekämpfung von Leerstand optimieren.

Aktuell finden in Tirol Aktionstage statt, die sich mit dem Thema Leerstand beschäftigen. Diese beinhalten Plakatausstellungen, Expertenrunden und Impulsreferate. Bei seinem Besuch diskutierte Mattle mit Vertretern des Regionalmanagements und der Dorferneuerung über die Herausforderungen und Chancen, die leerstehende Gebäude mit sich bringen. Es wurde betont, dass rund 550 Nutzungseinheiten in 300 Gebäuden dank finanzieller Unterstützung des Landes Tirol reaktiviert werden konnten. Bürgermeister Bernhard Schöpf berichtete über die Revitalisierung des alten Postmeisterhauses in Mils, ein positives Beispiel, das Mattle beeindruckte. Auch das Imster Innenstadtprojekt Decorona fand seine Anerkennung.

Fördermaßnahmen zur Leerstandsaktivierung

Die Reaktivierung von Leerständen ist nicht nur ein lokales Thema, sondern wird auch durch übergeordnete Fördermaßnahmen unterstützt. Im Rahmen des GAP-Strategieplans 2023-2027 werden die Maßnahmen 73-10 und 77-04 angeboten, die auf die Stärkung von Orts- und Stadtkernen sowie die Reaktivierung leerstehender Immobilien abzielen. Ziel dieser Initiativen ist es, lebendige Orts- und Stadtkerne zu schaffen, die als soziale Treffpunkte und Infrastrukturstandorte fungieren. Die Nutzung von leerstehenden Gebäuden kann dazu beitragen, die Attraktivität der Regionen zu steigern und neue Nutzungen wie Co-Working-Spaces oder regionale Nahversorger zu etablieren.

Das Handbuch „Leerstand mit Aussicht“ bietet wertvolle Unterstützung für das Leerstandsmanagement. Es enthält theoretische Hintergründe, Beispiele, Tipps und Erfahrungsberichte und ist über die Regionen-Dialog-Plattform des Regionenministeriums zugänglich. Förderanträge können über die Digitale Förderplattform der AMA eingereicht werden, wobei die Projekte nach einem bundesweit einheitlichen Bewertungsschema beurteilt werden.

Online-Plattform zur Reaktivierung von Leerstand

Ein weiterer Schritt zur Bekämpfung des Leerstands wird mit der bevorstehenden Vorstellung der Online-Plattform „Potenzial Leerstand“ unternommen, die am 21. Januar 2025 durch Bundesbauministerin Klara Geywitz präsentiert wird. Diese Plattform wird Informationen zur Reaktivierung leerstehender Immobilien bereitstellen und richtet sich an Kommunen, Akteure der Wohnungswirtschaft, sowie private und öffentliche Initiativen. Erfolgreiche Beispiele aus verschiedenen Städten, die leerstehende Gebäude in Wohnraum umgewandelt haben, werden ebenfalls präsentiert, um als Inspiration für andere Regionen zu dienen.

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Die Plattform wird nicht nur Informationen zu rechtlichen und finanziellen Instrumenten bieten, sondern auch Hilfestellungen zur Dokumentation von Leerständen und zur Entwicklung maßgeschneiderter Konzepte. Sie wird ein wichtiger Bestandteil der Handlungsstrategie zur Leerstandsaktivierung sein, die darauf abzielt, Wohnraum in Deutschland zu schaffen und damit dem Wohnraummangel entgegenzuwirken.

Für weitere Informationen zu den Initiativen in Imst und den Fördermaßnahmen zur Leerstandsaktivierung besuchen Sie bitte die Artikel von meinbezirk.at sowie die offiziellen Informationen zu den Fördermaßnahmen im Rahmen des GAP-Strategieplans unter bmluk.gv.at. Weitere Details zur Plattform „Potenzial Leerstand“ finden Sie unter bbsr.bund.de.