Jugendliche werden Lebensretter: Ehrenamt beim Roten Kreuz im Bezirk Liezen

Jugendliche werden Lebensretter: Ehrenamt beim Roten Kreuz im Bezirk Liezen
Im Bezirk Liezen engagieren sich rund 105 Jugendliche ehrenamtlich beim Roten Kreuz. Diese motivierten jungen Erwachsenen werden von etwa 20 Jugendgruppenleiterinnen und -leitern betreut und investieren ihre Zeit in die wichtigen Bereiche der Ersten Hilfe und des sozialen Engagements. Das Rote Kreuz bietet ihnen nicht nur die Möglichkeit, lebensrettende Fähigkeiten zu erlernen, sondern auch abwechslungsreiche Freizeitaktivitäten wie Kletterparkbesuche, Filmabende und Pizza-Ausflüge.
Laut MeinBezirk sind die Jugendlichen im Alter von 13 oder 14 Jahren herzlich eingeladen, unverbindlich in das Ehrenamt einzutauchen. Ab 17 können sie dann sogar in den Rettungsdienst hinein schnuppern; viele bestimmen ihren weiteren Weg und absolvieren die Ausbildung zur Rettungssanitäterin oder zum Rettungssanitäter.
Nach dem ersten Engagement sammeln die Jugendlichen wertvolle Erfahrungen bei Veranstaltungen und unterstützen Blutspendeaktionen ab 14 Jahren. Ein besonders bemerkenswerter Vorfall ereignete sich kürzlich, als ein Jugendlicher bei einem schweren Verkehrsunfall schnell und effizient Erste Hilfe leistete und so dazu beitrug, Verletzten das Leben zu retten. Das Ehrenamt fördert nicht nur die Verantwortungsbereitschaft, sondern auch das gesellschaftliche Engagement der Jugendlichen und hilft in einem wichtigen Lebensbereich, der die Gesundheit aller Menschen betrifft.
Ehrenamt als Grundpfeiler der Gesellschaft
Die Bedeutung des Ehrenamts geht über lokale Initiativen hinaus. Im Deutschen Roten Kreuz engagieren sich über 430.000 Ehrenamtliche in unterschiedlichsten Bereichen, wie dem Begleiten älterer Menschen, der Unterstützung von Geflüchteten oder der Bereitstellung medizinischer Erstversorgung. Diese vielfältigen Engagements sind Ausdruck von Solidarität und tragen dazu bei, den interkulturellen Austausch zu fördern, wie das Deutsche Rote Kreuz erklärt. Ehrenamtliches Handeln schafft ein Fundament für eine offene, demokratische und solidarische Gesellschaft, die Unterstützung von Organisationen, Politik und Unternehmen benötigt, um nachhaltig wirken zu können.
Die Erste Hilfe spielt eine zentrale Rolle in diesem Engagement. Wie die Johanniter betonen, sollten so viele Menschen wie möglich in der Lage sein, im Notfall zu handeln. Die Organisation bietet Aus- und Weiterbildung in Erste-Hilfe-Kursen an, bei denen praktische Übungen und Rollenspiele kombiniert werden, um die Lernenden optimal auf den Ernstfall vorzubereiten. Zertifizierte Qualifizierungskurse werden angeboten, und das Angebot wird in vielen großen Städten flächendeckend durchgeführt.
Das ehrenamtliche Engagement schafft nicht nur individuelle Entwicklungsmöglichkeiten, sondern bereichert auch die Gemeinschaft. Es ist entscheidend, dass Jugendgruppen und andere Ehrenamtsstrukturen Wertschätzung erfahren. Simone Kernspecht vom Roten Kreuz ist sich dessen bewusst und wünscht sich eine stärkere Anerkennung für die oft unverzichtbare Arbeit von Ehrenamtlichen. Denn ohne diese selbstlosen Helfer wäre es kaum möglich, die umfassenden Dienstleistungen des Roten Kreuzes aufrechtzuerhalten.