Heute ist der 2.03.2026 und wir berichten über einen außergewöhnlichen Fang im Bodensee. Der Berufsfischer Franz Blum aus Vorarlberg, Österreich, hat einen Wels gefangen, der mit 260 cm Länge und 109 kg Gewicht der schwerste seiner Karriere ist. Der beeindruckende Fang erfolgte in der Nähe der Rheinmündung und stellte einen 20-minütigen Kampf dar, den Blum ganz alleine bestreiten musste. Solche Dimensionen sind in diesem Gewässer eher selten und erinnern an die Berichte über Welse aus den italienischen Flüssen Po oder Ebro, die in der Vergangenheit für Furore sorgten. Quelle.
Ein besonders interessantes Detail ist, dass dieser Fang außerhalb der regulären Angelsaison geschah, die erst im Mai beginnt. Normalerweise gelten Welse bei den aktuellen Wassertemperaturen als träge. Blum, der die Fischerei in Fußach seit 2005 in dritter Generation betreibt, schätzt das Alter des Welses auf etwa 45 Jahre. Der Kopf des Fisches wog über 21 kg, und nach dem Fang wurde der Wels zerlegt und verkauft. Aufgrund seines hohen Fettgehalts blieben 30-35% verwertbares Fleisch. In seinem Restaurant hat Blum den größten von ihm präparierten Fisch ausgestellt.
Besondere Eigenschaften des Welses
Der Wels ist der größte Süßwasserfisch Europas und kann theoretisch bis zu seinem Lebensende weiterwachsen. Im Bodensee hat der Wels keine natürlichen Feinde, was sein Wachstum weiter begünstigt. Diese Umstände, zusammen mit den steigenden Wassertemperaturen, schaffen optimale Bedingungen für das Gedeihen dieser imposanten Fischart. Der größte jemals dokumentierte Wels wurde im Fluss Po gefangen und maß 2,85 m; ein polnischer Angelverband meldete sogar einen Wels von 2,92 m Länge, dessen offizielle Bestätigung jedoch noch aussteht. Im Vergleich zu einem anderen Wels, der 2025 Badegäste attackierte, war dieser Wels jedoch nicht problematisch.
Ein Blick auf die Fischereiwirtschaft
Die Entwicklungen in der Fischerei sind nicht nur lokal von Interesse. In Europa zeigt die Fischereiwirtschaft insgesamt viele Facetten. Faktoren wie Überfischung, Klimawandel und die Erhaltung der Biodiversität sind aktuelle Themen, die auch im Hinblick auf die Welsbestände von Bedeutung sind. Laut den Informationen von Eurostat ist es wichtig, die Balance zwischen der Nutzung der Fischbestände und deren Erhalt zu finden.
Zusammenfassend zeigt der Fang von Franz Blum nicht nur die beeindruckenden Dimensionen eines Welses im Bodensee, sondern wirft auch Fragen zur nachhaltigen Fischerei und den ökologischen Bedingungen in unseren Gewässern auf. Solche Fänge sind sowohl ein Zeichen für die Vitalität der heimischen Fischbestände als auch eine Erinnerung an die Verantwortung, die mit der Fischerei verbunden ist.