Ein beeindruckender Fang hat die Fischer und Angler rund um den Bodensee in Staunen versetzt. Der Berufsfischer Franz Blum aus Vorarlberg zog einen riesigen Wels aus dem Wasser, der nicht nur 260 cm lang, sondern auch stolze 109 kg schwer war. Dieser Fang, der in der Nähe der Rheinmündung erfolgte, geschah überraschenderweise vor dem offiziellen Saisonstart im Mai und stellte den schwersten seiner Karriere dar.

Blum, der die Fischerei in dritter Generation leitet, hat eine lange Familientradition in der Branche, die bis in die 1920er-Jahre zurückreicht. Neben der Fischerei betreibt seine Familie auch ein Fischrestaurant, in dem Wels auf der Speisekarte steht und der größte präparierte Fisch Europas ausgestellt ist. Der gefangene Wels wog allein über 21 kg am Kopf. Blum schätzt das Alter des Fisches auf etwa 45 Jahre, wobei Welse theoretisch bis zu 80 Jahre alt werden können. Ein interessanter Fakt ist, dass Welse unbestimmtes Wachstum haben und theoretisch bis zu 3 Meter lang werden können.

Wachstum der Welse im Bodensee

Welse sind anpassungsfähige, nachtaktive Grundfische mit einem opportunistischen Ernährungsverhalten und haben im Bodensee praktisch keine natürlichen Feinde. Diese Umstände könnten das Wachstum der Welse im Bodensee begünstigen, insbesondere angesichts der steigenden Wassertemperaturen, die Blum für verantwortlich hält. Er bemerkte, dass die Fische aufgrund der aktuellen Temperaturverhältnisse eher träge sind, was den Fang umso überraschender machte.

Der gefangene Wels wurde zerlegt und verkauft, wobei nur etwa 30-35% des Gewichts verwertbar waren. Welsfleisch gilt als wohlschmeckend und hat eine feste Konsistenz, was ihn zu einer geschätzten Delikatesse macht. Im Gegensatz zu einem Vorfall im Sommer 2025, der Polizeieinsätze nach sich zog, gab es in diesem Fall keine derartigen Probleme.

Rekorde und Ausblicke

Der Wels ist der größte Süßwasserfisch Europas. Der größte jemals dokumentierte Wels wurde im italienischen Fluss Po gefangen und maß 2,85 m. Ein weiterer inoffizieller Rekord aus Polen berichtet von einem 2,92 m langen Wels, dessen offizielle Bestätigung jedoch noch aussteht. Die Welse im Bodensee scheinen sich im Hinblick auf die klimatischen Veränderungen und die milden Winterbedingungen gut anzupassen, was das Wachstum begünstigen könnte.

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Franz Blum hat nicht nur Erfahrung im Fang großer Welse, sondern auch die Leidenschaft, die Geschichte seiner Familie und die Tradition der Fischerei in der Region weiterzuführen. Der Fang vom Bodensee ist nicht nur ein persönlicher Triumph, sondern auch ein Zeichen für die reichhaltige und dynamische Fischwelt, die es in unseren Gewässern gibt. Weitere Informationen über diesen beeindruckenden Fang sind in der ausführlichen Berichterstattung zu finden, zum Beispiel auf Südkurier und HNA.

Die Entwicklungen im Bodensee und die Fangmethoden werden sicherlich weiterhin ein spannendes Thema für Fischer und Wissenschaftler sein, während die Faszination für diese majestätischen Fische ungebrochen bleibt.