In den letzten Monaten hat die Hotellerie in Österreich turbulente Zeiten durchlebt. Besonders die Revo Hospitality Group, die zuvor als HR Group bekannt war, hat einen tiefen Einschnitt erfahren. Mitte Januar 2026 meldete das Unternehmen Insolvenz für einen Großteil seiner 140 Gesellschaften an, was zur Schließung mehrerer Hotels führte. Mit rund 250 Hotels in Europa, darunter große Namen wie Hilton, Accor und Wyndham, war Revo einst ein bedeutender Player in der Branche. Die Gründe für die Insolvenz sind vielfältig: gestiegene Lohnkosten, höhere Mieten und explodierende Energiepreise haben das Unternehmen in die Knie gezwungen. Zudem war die Expansion in den letzten Jahren so rasant, dass sie nun zur Belastung wurde. [Quelle]

Der Hotelbetrieb geht jedoch unter bestimmten Bedingungen weiter, da die Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt wurde. Dies bedeutet, dass die Geschäftsführung unter Aufsicht eines gerichtlich bestellten Sachwalters weiterhin agieren kann. Ein vorläufiger Insolvenzverwalter wurde bereits bestellt, um den Prozess zu steuern. Dennoch wird Reisenden geraten, vor Buchungen die Websites der betroffenen Hotels zu überprüfen, da kurzfristige Schließungen nicht ausgeschlossen sind. [Quelle]

Dormero expandiert in Oberösterreich

Inmitten dieser Unsicherheiten hat die Dormero Hotelkette eine Übernahme bekannt gegeben. Ab Juli 2026 wird Dormero das Hotel Amedia Wels aus dem Revo-Portfolio übernehmen. Dieses Hotel, das 63 Zimmer bietet und sich am Stadtplatz 2 in Wels, Oberösterreich, befindet, soll Ende des 2. Quartals 2026 unter der Marke Dormero eröffnet werden. Diese Übernahme ist ein strategischer Schritt für Dormero, die bereits ein Hotel in Linz betreiben und nun ihre Präsenz in Oberösterreich ausbauen wollen. [Quelle]

Manuela Halm, die CEO von Dormero, hebt das Wachstumspotenzial in Österreich hervor und betont, dass der Standort Wels besonders attraktiv für Geschäfts- und Städtereisende ist. Michael-Hartmut Berger, der CCO des Unternehmens, kündigte an, dass Dormero in allen wichtigen Städten des Bundeslandes vertreten sein möchte. Damit wird Dormero nicht nur seine Marktstellung in Oberösterreich festigen, sondern auch einen Teil der Lücke füllen, die durch die Insolvenz von Revo entstanden ist.

Die Zukunft der Hotellerie in Österreich

Die Entwicklungen rund um die Revo Hospitality Group und die Übernahme durch Dormero werfen ein Licht auf die Herausforderungen und Chancen in der österreichischen Hotellerie. Während viele Hotels schließen mussten, zeigen einige Unternehmen, dass sie bereit sind, Wachstumsmöglichkeiten zu nutzen und die touristische Infrastruktur zu stärken. Die Situation erfordert jedoch Wachsamkeit von Reisenden, die sich auf die Qualität und Verfügbarkeit von Unterkünften verlassen möchten. Flexible Stornierungsbedingungen und Zahlungsmethoden mit Käuferschutz sind in der aktuellen Lage besonders empfehlenswert.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Hotellerie in Österreich sich in einem Wandel befindet. Die Insolvenz von Revo ist ein Weckruf für die Branche, während die Expansion von Dormero zeigt, dass es auch Lichtblicke gibt. Wie sich die Situation weiterentwickeln wird, bleibt abzuwarten, aber die kommenden Monate könnten entscheidend sein für die Zukunft des Reisens in Österreich.