In Oberösterreich, und speziell im malerischen Hausruck, zeigt sich, wie Landwirtschaft und Kunst harmonisch miteinander verbunden werden können. Hier hat die Familie Stögermayr eine beeindruckende Anzahl von 12.000 Apfel- und Birnbäumen gepflanzt. Diese Bäume erhalten von Augustin Stögermayr und seinen Mitarbeitern zwischen Dezember und März ihren jährlichen Schnitt. Die Früchte, die Katharina Stögermayr aus der Lagerung holt, gehen nicht nur in den Verkauf, sondern finden auch ihren Weg zu den Schweinen der Familie. Dies verdeutlicht die enge Verbindung zwischen landwirtschaftlicher Produktion und tierischer Haltung in der Region.

Der Hausruck, ein Mittelgebirge nördlich des Salzkammerguts, ist nicht nur von Landwirtschaft geprägt, sondern auch von einem reichen kulturellen Leben. Kunst spielt hier eine bedeutende Rolle, wie das Beispiel von Martina und Thomas Waldenberger zeigt. Vor 20 Jahren kauften sie den Mülikoasahof in Haag am Hausruck und haben ihn zu einem Ort der Kreativität umgestaltet. Hier entstanden Werkstätten, Ateliers und Veranstaltungsräume, die den Austausch und die Zusammenarbeit mit Künstlern fördern. Thomas Waldenberger, Tischler und Holzbildhauer, arbeitet an verschiedenen Projekten, während Martina Waldenberger, Kunsterzieherin und Malerin, alltägliche Themen in ihren Bildern thematisiert.

Vielfalt der Landwirtschaft im Hausruck

Ein weiterer bedeutender Akteur in der Region ist Thomas Schiller, der ganzjährig eine Vielzahl von Gemüse anbaut, darunter Kohlsorten, Lauch und Radieschen. Auf seinen Feldern leben zudem Hühner und eine Herde blonder französischer Kühe, die sogar im Winter draußen sind. Diese Form der Tierhaltung und der Gemüseproduktion steht im Einklang mit den Prinzipien der regionalen Lebensmittelversorgung, die von Experten wie Marianne Penker, Professorin für Landsoziologie, als entscheidend für die Resilienz des Agrar- und Ernährungssystems angesehen wird.

Ein weiterer Landwirt, Robert Strasser, hat sich auf die Produktion von Graukäse aus Rohmilch spezialisiert. Sein Hof in Frankenburg bietet nicht nur Graukäse an, sondern auch Butter, Buttermilch und verschiedene Käsesorten, die bei Einheimischen und Besuchern sehr beliebt sind. Diese Direktvermarktung ist ein Aspekt, der während der Corona-Pandemie stark nachgefragt wurde und die Wichtigkeit regionaler Lebensmittelnetze unterstreicht.

Kunst und Landwirtschaft im Einklang

In der Region wird nicht nur Landwirtschaft betrieben, sondern auch Kunst geschaffen. Ursula Wimmelsberger, Mitglied der Künstlergruppe „Wüdwux“, stellt Farben aus Pflanzen aus ihrem Färbergarten her und integriert diese in ihre Kunstwerke. Diese Verbindung von Natur und Kreativität zeigt, wie tief verwurzelt die Menschen hier in ihrer Region sind und wie sie ihre Umwelt in ihre Arbeit einfließen lassen.

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In Anbetracht der Herausforderungen, mit denen die Landwirtschaft konfrontiert ist – von gesellschaftlichen Anforderungen über rechtliche Vorgaben bis hin zum Zeitaufwand für Bürokratie – ist es umso wichtiger, dass Bäuerinnen und Bauern als essentielle Akteure im sozialen Leben und in der Landschaftspflege der Dörfer anerkannt werden. Die ländlichen Regionen Österreichs bieten hohe Lebensqualität und vielfältige Einkommensmöglichkeiten, was sie für viele Menschen attraktiv macht.

Für weitere Informationen zu dieser faszinierenden Region und der Verbindung von Landwirtschaft und Kunst empfiehlt sich ein Blick in die Dokumentation „Im Schutz des Hausrucks“, die unter diesem Link zu finden ist. Darüber hinaus können Sie das TV-Programm auf freiepresse.de nutzen, um sich über Sendezeiten und Inhalte zu informieren. So bleibt man stets am Puls der regionalen Entwicklungen und kann die Vielfalt dieser einzigartigen Landschaft genießen.