In Oberwart hat die Sportvereinigung Oberwart (SVO) einen neuen Bus erhalten, der im Look des Vereins gestaltet ist. Dieser wurde von den Verkehrsbetrieben Burgenland (VBB) bereitgestellt, jedoch wurde er am Freitag nicht in Betrieb genommen. Der Grund? Das Auftaktspiel zur Frühjahrssaison in der Regionalliga Ost zwischen Parndorf und Oberwart fiel aufgrund von Schneefall aus. Somit bleibt der Bus vorerst ungenutzt, was die Vorfreude auf die kommenden Auswärtsfahrten nicht mindert.
Die Initiative zur Zusammenarbeit zwischen der SVO und den VBB kam direkt vom Verein selbst. Die SVO regte an, die Auswärtsfahrten über die VBB abzuwickeln und ein gemeinsames Co-Branding des Busses zu etablieren. Die Kooperation startet offiziell in der Frühjahrssaison 2023, wobei das große Ziel der SVO der Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse Österreichs ist. Dies würde Fahrten bis nach Vorarlberg mit sich bringen, was die Nutzung des neuen Busses umso wichtiger macht.
Öffentliche Verkehrsanbindung im Burgenland
Die VBB wurden 2020 vom Land Burgenland ins Leben gerufen, um den Linienverkehr für Pendler und Schüler zu verbessern. Seit September 2021 betreiben die VBB bereits acht Buslinien im Südburgenland, die zentrale Orte in den Bezirken Oberwart, Güssing und Jennersdorf verbinden und die Region mit Graz vernetzen. Mittlerweile sind es insgesamt 12 Buslinien, die auch neue Verbindungen nach Oberpullendorf und Wiener Neustadt bieten.
Ein großer Vorteil dieser neuen Verbindungen ist die Entlastung der B50, die den Verkehrsfluss in der Region verbessert. Schüler:innen profitieren von mehr Flexibilität, was auch eine Entlastung für die Familien mit sich bringt. Die VBB verfolgt dabei eine integrierte Planung des öffentlichen Verkehrs gemäß der Gesamtverkehrsstrategie Burgenland (GVS21). Starke Partner wie der Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) und regionale Verkehrsunternehmen sind dabei an ihrer Seite.
Co-Branding und Marktbedingungen
Die Kosten für die Kooperation zwischen der SVO und den VBB werden von der SVO getragen, wobei genaue Zahlen nicht veröffentlicht wurden. Kritiker aus dem privaten Bussektor werfen den VBB vor, den Markt durch Gelegenheitsverkehr zu beeinträchtigen. Ein privates Busunternehmen könnte sich nicht leisten, einen Bus ausschließlich für einen Fußballverein zur Verfügung zu stellen. Die VBB hingegen betont, dass der gebrandete Bus nicht nur für die SVO genutzt wird, sondern auch für andere Fahrten zur Verfügung steht. Interessanterweise gibt es keine vergleichbaren Kooperationen mit anderen Sportvereinen.
Berufliche Perspektiven bei den VBB
Die Verkehrsbetriebe Burgenland sind nicht nur auf Kooperationen mit Sportvereinen angewiesen. Sie suchen auch motivierte Mitarbeiter:innen für den öffentlichen Personennahverkehr. Aktuell sind Positionen für Buslenker:innen, BAST-Lenker:innen und Büroangestellte ausgeschrieben. Interessierte können sich auf eine bezahlte Ausbildung in der VBB-Akademie freuen, um in verantwortungsvolle Tätigkeiten im Personennahverkehr einzusteigen. Bewerbungen sind jederzeit willkommen, egal ob für offene Stellen oder als Initiativbewerbung.
Für weitere Informationen zu den Verkehrsverbindungen und aktuellen Fahrplänen lohnt sich ein Blick auf die Website der Verkehrsbetriebe Burgenland. Auch die neuen Möglichkeiten des Burgenländischen Anrufsammeltaxis (BAST), das flächendeckend ab Dezember 2024 zur Verfügung steht, könnten für Pendler von Interesse sein. Mit diesen Entwicklungen zeigt sich, wie dynamisch der öffentliche Nahverkehr im Burgenland ist und welche Chancen er für die Region bietet.
Für die Fans der SVO bleibt zu hoffen, dass der neue Bus bald für die Auswärtsfahrten genutzt werden kann, um die Mannschaft auf dem Weg zum sportlichen Erfolg zu unterstützen. Weitere Informationen zur Kooperation und den Verkehrsangeboten finden sich in der vollständigen Berichterstattung.