Die Horten-Villa am Wörthersee hat in den letzten Jahren für Aufsehen gesorgt, insbesondere nach dem Tod der Milliardärin Heidi Goëss-Horten im Juni 2022. Die mehr als fünf Hektar große Liegenschaft ging drei Jahre nach ihrem Ableben in das Eigentum des Kärntner Bauträgers Herbert Waldner, Chef der Firma „Riedergarten“, über. Ein kolportierter Kaufpreis von 80 Millionen Euro schwirrte in der Luft, doch Waldner selbst stellte klar, dass er nie behauptet habe, das Areal gekauft zu haben. Vielmehr besteht eine notarielle Vereinbarung mit der Helmut-Horten-Stiftung, die im Grundbuch als Eigentümerin eingetragen bleibt. Die Pläne von Waldner und seinem Team umfassen die Revitalisierung der bestehenden Gebäude, ohne Neubauten oder Appartements zu berücksichtigen.

Waldner ist auf der Suche nach Investoren für dieses Projekt, möchte jedoch keine Auskunft über die Herkunft des Gerüchts bezüglich des Kaufpreises geben. Die Villa soll, so die Pläne, als Firmensitz oder vielleicht sogar als Hotel genutzt werden. Ein ähnliches Vorgehen wurde bereits beim Kauf von Schloss Thürn im Lavanttal beobachtet, das ebenfalls der Stiftung gehörte und nun von Waldner entwickelt wird.

Neuer Besitzer von Schloss Thürn

Schloss Thürn, ein historisches Anwesen, hat ebenfalls einen neuen Besitzer. Herbert Waldner erwarb das Schloss, das 1243 erstmals urkundlich erwähnt wurde, für 4,8 Millionen Euro. Der Vertrag für den Kauf wurde am 18. Dezember 2023 unterzeichnet, und die Zahlung des Kaufpreises muss innerhalb eines Jahres erfolgen. Das Schloss befindet sich in gutem Erhaltungszustand, und Waldner plant derzeit keine weiteren Umbauten. Im Grundbuch ist ein Pfandrecht von bis zu 5,5 Millionen Euro vermerkt, was auf einen möglichen Weiterverkauf hindeuten könnte.

Zusätzlich zu dem Schloss gehören auch Nebenanlagen, Gärten, ein Schwimmteich und Weinterrassen auf insgesamt rund 35.000 Quadratmetern zu dem Kauf. Die Helmut-Horten-Stiftung, vertreten durch Heimo Scheuch, Vorstandsvorsitzender der Wienerberger AG, war ebenfalls im Kaufvertrag involviert. Heidi Horten hatte das Schloss erst im September 2020 für 3,5 Millionen Euro erworben und umfangreiche Bauarbeiten durchführen lassen. Nach ihrem Tod vermachte sie das Schloss der Stiftung, die jetzt die Geschicke des Anwesens lenkt.

Die Rolle der Helmut-Horten-Stiftung

Die Helmut-Horten-Stiftung spielt eine zentrale Rolle in der Entwicklung und Vermarktung der Liegenschaften, die sie verwaltet. Sowohl die Horten-Villa als auch Schloss Thürn sind Teil eines größeren Plans, um das kulturelle Erbe und die historische Bedeutung dieser Immobilien zu bewahren und gleichzeitig neue Nutzungsmöglichkeiten zu schaffen. Die Stiftung hat sich dem Ziel verschrieben, das Erbe von Heidi Horten zu würdigen und die damit verbundenen Werte zu fördern.

Insgesamt zeigt sich, dass sich in Kärnten und insbesondere am Wörthersee interessante Entwicklungen abzeichnen, die sowohl für Investoren als auch für die lokale Bevölkerung von Bedeutung sind. Die Kombination aus historischem Erbe und modernen Nutzungskonzepten könnte der Region neue Impulse verleihen und spannende Perspektiven eröffnen.

Für weitere Informationen über diese Entwicklungen und die Hintergründe der Horten-Villa und Schloss Thürn können Sie die Artikel auf Kleine Zeitung und Unterkärntner lesen.