Heute ist der 15.02.2026 und das 348. Wiener Derby zwischen der Wiener Austria und Rapid Wien hat Geschichte geschrieben, indem es mit einem 2:0-Sieg für die Wiener Austria endete. Diese Begegnung, die in der Generali-Arena stattfand, brachte nicht nur sportliche Spannung, sondern auch einige Kontroversen mit sich. Die Austria zeigte insbesondere in der ersten Halbzeit eine starke Leistung, während Rapid weiterhin auf der Suche nach dem ersten Sieg in der laufenden Saison bleibt. Sie haben nun bereits das zwölfte Pflichtspiel in Folge nicht gewonnen.

Die Tore für die Austria fielen in der 16. Minute durch Eggestein und in der 35. Minute durch Ranftl. Rapid-Coach Johannes Hoff Thorup hat seit seiner Ankunft im Januar einige Veränderungen im Team vorgenommen, doch diese scheinen bisher nicht den gewünschten Erfolg zu bringen. Die Zuschauerzahl betrug etwa 1.600 Rapid-Fans, die das Spiel aus einer angespannteren Perspektive verfolgten.

Pyrotechnik und Unterbrechungen

Obwohl das Spiel bis zur 89. Minute friedlich verlief, kam es zu einem Zwischenfall, als Teile der Rapid-Zuschauer Pyrotechnik zündeten. Dies führte zu einer Unterbrechung des Spiels, da Schiedsrichter Markus Hameter die Mannschaften 40 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit in die Kabine schickte. Nach etwa zehn Minuten konnte das Spiel fortgesetzt werden. Rapid distanzierte sich über die Social-Media-Plattform X von den Vorkommnissen und bezeichnete das Abfeuern von Böllern und Leuchtkörpern als „absolutes No-Go“. Diese Vorfälle werfen einen Schatten auf die ansonsten sportliche Veranstaltung und könnten zu bedingten Sektorsperren bei Heimspielen führen, was die Zündler erwartet.

Im Vorfeld des Derbys gab es bereits Bedenken wegen möglicher Ausschreitungen, nachdem es im September 2024 zu schweren Vorfällen gekommen war. Diese Bedenken sind nicht unbegründet, denn die Sicherheit in Fußballstadien bleibt ein zentrales Thema, auch wenn der Jahresbericht der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) für die Saison 2024/2025 einen Rückgang bei verletzten Personen und eingeleiteten Strafverfahren verzeichnet.

Die Situation in den Stadien

Der ZIS-Bericht zeigt zwar einen Rückgang von 17,2% bei den Verletzten im Vergleich zur Vorsaison, doch die Verstöße gegen das Pyrotechnikverbot sind gestiegen. 4.783 Verstöße wurden im aktuellen Berichtszeitraum registriert, was die Herausforderungen im Umgang mit solchen Vorfällen verdeutlicht. ZIS-Leiter Michael Madre fordert daher ein konsequenteres Vorgehen gegen den missbräuchlichen Einsatz von Pyrotechnik in den Stadien.

Die Ereignisse rund um das Wiener Derby sind ein weiterer Beweis dafür, wie wichtig es ist, die Sicherheit in Stadien zu verbessern und gleichzeitig den schönen Sport nicht aus den Augen zu verlieren. Das Derby zwischen Austria und Rapid bleibt ein bedeutendes Ereignis im Kalender der österreichischen Fußballfans, doch es zeigt auch die Schattenseiten des Fanverhaltens.

Für weitere Informationen können Sie den Artikel auf Kicker und Kurier nachlesen. Auch der Bericht zur Sicherheit in Stadien ist auf ZDF verfügbar.