Heute ist der 10.02.2026 und der Wiener Aktienmarkt zeigt erneut ein uneinheitliches Bild. Der Austrian Traded Index (ATX) notiert aktuell bei 5.750,13 Punkten, was einem Minus von 0,06 Prozent entspricht. Auch der ATX Prime fällt leicht um 0,04 Prozent auf 2.855,91 Punkte. Diese Entwicklungen sind Teil einer breiteren Tendenz, die wir in den letzten Tagen beobachten konnten.

Am Dienstag, dem 9. Februar 2026, schloss der ATX mit einem Verlust von 0,51 Prozent bei 5.724,31 Punkten, während der ATX Prime um 0,45 Prozent auf 2.844,45 Punkte fiel. Die europäischen Leitbörsen verzeichneten ebenfalls Verluste, was zeigt, dass die Unsicherheiten an den Märkten nicht nur lokal, sondern auch international spürbar sind (T-Online).

ams-Osram und die Industriekonjunktur

Ein zentraler Akteur in der aktuellen Marktentwicklung ist ams-Osram, ein steirisch-deutscher Elektronikkonzern, der an der Schweizer Börse notiert. Das Unternehmen hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Verlust abgeschlossen, konnte diesen jedoch stark eindämmen. Um die finanzielle Lage zu stabilisieren, wurde ein neues Sparprogramm mit dem Namen „Simplify“ angekündigt, welches Einsparungen von 200 Millionen Euro bis 2028 zum Ziel hat. Etwa 2.000 Beschäftigte sind von diesem Programm betroffen, jedoch bleibt Österreich von den Einschnitten verschont. Trotz eines zwischenzeitlichen Zuwachses von 9 Prozent fiel die ams-Osram-Aktie um 0,7 Prozent (Wiener Börse).

Die Industriekonjunktur in Österreich zeigt sich weiterhin schwach, vor allem die Nachfrage nach Exportgütern leidet unter den US-Zöllen. Laut dem Wifo-Konjunkturtest hat sich die Stimmung in der Industrie eingetrübt, auch wenn Anzeichen einer Erholung auf dem Arbeitsmarkt erkennbar sind. Die Entwicklung der Industriewerte bleibt uneinheitlich, wobei Unternehmen wie Zumtobel (+2,4 %), Mayr-Melnhof (+2,1 %) und Wienerberger (+2,1 %) zu den Gewinnern zählen. Auf der anderen Seite musste Polytec mit einem Rückgang von -5,7 Prozent den größten Verlust hinnehmen (MarketScreener).

Marktanalysen und Ausblick

Die Marktvolatilität spiegelt sich auch in den Zahlen der letzten Tage wider. Am 5. Februar 2026 fiel der ATX um 1,93 Prozent, während er am 4. Februar mit einem Plus von 0,26 Prozent schloss. Seit Jahresbeginn hat der Index jedoch einen Zuwachs von 7,47 Prozent verzeichnet, was auf eine positive Grundstimmung hindeutet, trotz der kurzfristigen Rücksetzer. Der Arbeitskostenindex des vierten Quartals wird voraussichtlich keinen signifikanten Markteinfluss haben, so die Expertenmeinung der Helaba.

Die internationalen Märkte bleiben im Fokus, insbesondere die enttäuschenden Daten zum US-Einzelhandelsumsatz im Dezember, die auf dem Vormonatsniveau verharren. Diese Informationen könnten sich auf die zukünftige Marktentwicklung auswirken. In der Summe bleibt die Situation an den Wiener Börsen angespannt, doch die Erholungstendenzen auf dem Arbeitsmarkt geben Anlass zur Hoffnung.