Heute ist der 9.02.2026 und der Wiener Aktienmarkt hat am Montag mit einem Rekordhoch geschlossen. Der ATX, der österreichische Aktienindex, stieg um 1,55 Prozent auf 5.753,52 Punkte und erreichte zwischenzeitlich sogar 5.760,74 Punkte. Auch der ATX Prime legte um 1,55 Prozent auf 2.857,28 Punkte zu. Diese positive Entwicklung spiegelt sich auch in den europäischen Leitbörsen wider, die ebenfalls Gewinne verzeichneten. Laut einem Bericht von Sentix gibt es eine verbesserte Bewertung der konjunkturellen Entwicklung in der Eurozone, was sicherlich zur positiven Stimmung beigetragen hat. Quelle
Besonders auffällig war die Unterstützung des ATX durch die Aktien von AT&S, die um 3,77 Prozent zunahmen. Auch im Bankensektor gab es erfreuliche Nachrichten: Raiffeisen Bank International (RBI) kletterte um 3 Prozent, die Erste Group um 2,24 Prozent und die Bawag um 1,54 Prozent. Zudem erweiterte die Vienna Insurance Group ihr Angebot an Versicherungen gegen Kriegsrisiken über ihre Tochtergesellschaft Kniazha, was zu einem Anstieg der VIG-Aktie um 3,02 Prozent führte. Im Bausektor waren Porr (+2,73 %), Strabag (+2,44 %) und Andritz (+2,69 %, Kurs 72,60 Euro) die Gewinner des Tages, während UBS und Deutsche Bank die Kursziele für Andritz auf 80 bzw. 86 Euro erhöhten.
Verlierer und Empfehlungen
Doch nicht alle Aktien konnten von der positiven Marktentwicklung profitieren. Die Berenberg Bank bestätigte zwar die Kaufempfehlung für Do&Co mit einem Kursziel von 250 Euro, dennoch fiel die Aktie um 2,32 Prozent auf 194 Euro. Auch Polytec erlebte einen Rückschlag: Die Baader Bank änderte ihre Empfehlung von „Buy“ auf „Sell“, was zu einem Rückgang der Aktie um 3,10 Prozent auf 4,07 Euro führte. Weitere Verlierer des Tages waren Lenzing (-1,99 %), Verbund (-1,38 %) und CPI Europe (-1,25 %).
Die aktuelle Situation in Wien ist ein Teil eines größeren Trends. In den letzten Jahren galten die USA als das Mekka für Börsianer, doch aktuell entwickeln sich europäische Aktien besser als ihre amerikanischen Pendants. Ob dies ein vorübergehender Trend oder eine nachhaltige Wende ist, bleibt abzuwarten. Insbesondere fehlen in Europa vergleichbare Technologieunternehmen, die für den langfristigen Erfolg des US-Marktes entscheidend waren, wie die „Magnificent Seven“: Apple, Alphabet, Amazon, Meta, Microsoft, Nvidia und Tesla. Quelle
Für Anleger könnte es ratsam sein, sich breiter aufzustellen und Aktien-ETFs in Betracht zu ziehen, um die Risiken zu streuen. Die besten europäischen Aktien des Jahres 2024 sind vielversprechend, darunter Siemens Energy, UCB und Rheinmetall, während Unternehmen wie Vestas und Stellantis stark verloren haben. Die Entwicklung auf dem Aktienmarkt bleibt spannend und es lohnt sich, die Lage weiterhin genau zu beobachten.