Heute, am 11. Februar 2026, wird in Wien ein ehrgeiziges Projekt vorgestellt, das die Bitcoin-Community auf eine neue Ebene heben soll. Eine zeitlich begrenzte Matching-Aktion wurde gestartet, um das Fundraising für ein Bitcoin-Denkmal zu beschleunigen. Diese Aktion läuft vom 1. Februar bis zum 1. März und hat das Ziel, das Denkmal durch viele kleine Spenden von Bitcoinern zu finanzieren, anstatt durch die großen Beträge einzelner „Wale“. Zwei anonyme Bitcoin-Veteranen haben sich bereit erklärt, jede eingehende Kleinspende zu verdreifachen. So erhält beispielsweise ein Spender, der 100.000 Sats (Satoshis) spendet, zusätzlich 200.000 Sats, sodass insgesamt 300.000 Sats für das Projekt zusammenkommen.

Die Spenden sind auf maximal 1 Million Sats pro Transaktion begrenzt, was es vielen Unterstützern ermöglicht, sich zu beteiligen. Die maximale Matching-Summe ist auf 0,21 BTC festgelegt, und die Aktion läuft bis zum 1. März oder bis der Topf ausgeschöpft ist. Das Finanzierungsziel liegt bei 1,35 BTC, wobei 1 BTC für das Kunstwerk selbst sowie für Einfuhrumsatzsteuer, Zoll, Fundament, Logistik und behördliche Genehmigungen vorgesehen ist. Die Organisation und Umsetzung des Projekts erfolgt ehrenamtlich durch Bitcoin Austria, mit dem Ziel, das Denkmal transparent, gemeinnützig und ohne die Einmischung eines einzelnen Sponsors zu realisieren. Mehr Informationen dazu finden Sie in einem ausführlichen Artikel auf Blocktrainer.

Bitcoin in Österreich und die Herausforderungen für Non-Profits

In Österreich besitzen etwa 8% der Bevölkerung Kryptowährungen, wobei Bitcoin die beliebteste Währung ist. Besonders Millennials und die Generation Z sind aktiv dabei, in Bitcoin zu investieren. Trotz des wachsenden Interesses steht der Non-Profit-Sektor in Österreich Bitcoin jedoch skeptisch gegenüber. Viele gemeinnützige Organisationen könnten durch Bitcoin-Spenden eine junge und wachsende Spendengruppe erschließen, doch der richtige Zugang und das Verständnis fehlen oft.

Bitcoinspender:innen sind tendenziell jünger, technikaffin und verfügen häufig über beträchtliches Vermögen. Werte wie Selbstbestimmung, Freiheit und Transparenz prägen ihre Weltanschauung. Dennoch gibt es in Österreich nur wenige Organisationen, die Bitcoin verstehen und Spenden in dieser Form akzeptieren. Die Vorteile von Bitcoin-Spenden sind vielfältig: geringe Gebühren, Echtzeit-Zahlungen ohne Drittparteienrisiko und hohe Transparenz durch die Blockchain-Technologie. Darüber hinaus ermöglichen Lightning-Zahlungen kostenlose und sofortige Kleinspenden. Für viele ist Bitcoin nicht nur eine Technologie, sondern auch eine kulturelle Bewegung, die Authentizität und ein tiefes Verständnis erfordert, um erfolgreich kommuniziert zu werden. Details dazu finden Sie in einem Artikel auf Fundraising.at.

Die Zukunft des Bitcoin-Fundraisings

Das Bitcoin-Fundraising wird als ein zukunftsträchtiger Markt betrachtet, der sich derzeit öffnet. Organisationen, die jetzt Wissen aufbauen und Strukturen schaffen, sichern sich einen First-Mover-Vorteil. Hal Finney, ein Bitcoin-Pionier, betonte einmal die gesellschaftliche Verantwortung von Bitcoinern. Dies könnte auch für die Wiener Bitcoin-Initiative von Bedeutung sein, da das Denkmal nicht nur als Kunstwerk fungieren soll, sondern auch als Symbol für die Gemeinschaft und die Werte, die Bitcoin verkörpert.

Insgesamt zeigt das Wiener Projekt, wie die Bitcoin-Community zusammenarbeiten kann, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Die Kombination aus technischer Innovation und gemeinschaftlichem Engagement könnte nicht nur das Potenzial von Bitcoin im Fundraising aufzeigen, sondern auch den Weg für zukünftige Projekte ebnen, die auf ähnliche Weise realisiert werden können.