Heute ist der 10.02.2026. Die Donaumetropole Wien präsentiert sich als eine dynamische Stadt, die mit einer Bevölkerung von über 2 Millionen Menschen einen bedeutenden Platz in Europa einnimmt. Mit einem Budgetdefizit zwischen 2,8 und 3,8 Milliarden Euro sieht sich die Stadt Herausforderungen gegenüber, die durch eine Teuerungswelle, die unter anderem die „467 Euro-Jahreskarte“, Kanal- und Wasserabgaben sowie Museumseintritte betrifft, noch verstärkt werden. Trotz dieser finanziellen Schwierigkeiten sind 91 % der Wiener stolz darauf, in ihrer Stadt zu leben, was sich auch in der jährlichen Zahl von rund 19 Millionen Nächtigungen widerspiegelt (MeinBezirk).
Wien belegt den 2. Platz im Mercer-Lebensqualitäts-Ranking, was die Stadt für viele Expats attraktiv macht. Ein weiterer Aspekt, der die Attraktivität Wiens unterstreicht, ist der geplante Bau des Lobautunnels ab 2030. Zudem ist die Bevölkerungsstruktur der Stadt vielfältig: Rund 63,6 % der Einwohner sind Österreicher, während 14,9 % aus anderen EU-Staaten stammen. Die größte ausländische Gruppe bilden die Serben mit 3,7 %, gefolgt von Syrern und Deutschen, die jeweils 3,1 % ausmachen (MeinBezirk).
Bildung und Bevölkerung
Die Bildungslandschaft in Wien ist geprägt von einer Integrationskrise, die sich in der hohen Anzahl an außerordentlichen Schülern in der 1. Schulstufe zeigt. Insgesamt besuchen 259.056 Kinder und Jugendliche verschiedene Schulformen. Die Universität Wien, die älteste Universität im deutschen Sprachraum, verzeichnet für das Studienjahr 2024/25 197.874 Studierende. Interessanterweise liegt der Frauenanteil an Hochschulen bei 55,3 %, während der Akademikeranteil von Frauen bei 34 % und von Männern bei 28 % liegt (MeinBezirk).
Mit einem Nettozuwachs von 2.153 Personen in der Geburtenbilanz 2024 zeigt Wien ein positives Wachstum, das vor allem durch Zuwanderung begünstigt wird. Die Wanderungsbilanz für 2024 verzeichnet 20.715 Personen, wobei 106.732 Zuzüge 86.017 Wegzügen gegenüberstehen. Das Durchschnittsalter in Wien liegt bei 41 Jahren, was die Stadt für viele junge Familien und Studierende attraktiv macht (ORF Wien).
Verkehr und Infrastruktur
Die Mobilität in Wien ist gut organisiert. Der Modal Split für 2024 zeigt, dass 34 % der Bevölkerung die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen, während 30 % zu Fuß gehen, 11 % mit dem Rad fahren und 25 % Auto fahren. Die PKW-Dichte liegt in Wien bei 284 pro 1.000 Einwohner, was im Vergleich zum österreichischen Durchschnitt von 484 relativ gering ist. Besonders bemerkenswert ist, dass 77 % der Pendler den PKW nutzen, während nur 23 % auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreifen. Die Wiener Linien verzeichneten 2024 872,8 Millionen Fahrgäste, was die hohe Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel unterstreicht (MeinBezirk).
Die Stadt plant zudem das U2xU5-Projekt, das 12 neue U-Bahn-Stationen und 11 km zusätzliche Strecke umfasst, mit dem Bau der U5 ab 2030. Diese Investitionen in die Infrastruktur sind entscheidend, um den wachsenden Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht zu werden und die Lebensqualität weiter zu steigern. Sehenswürdigkeiten wie das Schloss Schönbrunn ziehen jährlich Millionen von Besuchern an, und die Stadt rechnet für 2025 mit über 20 Millionen Nächtigungen, wobei die Hauptquellen für Touristen Deutschland, Österreich und die USA sind (MeinBezirk).
Insgesamt zeigt sich Wien als eine Stadt im Wandel, die sowohl mit Herausforderungen als auch mit Chancen konfrontiert ist. Die Vielfalt der Bevölkerung, die Bildungsangebote und die gut ausgebaute Infrastruktur machen Wien zu einem lebenswerten Ort, der auch in Zukunft hohe Lebensqualität bieten wird (ORF Wien).