Heute ist der 17.02.2026, und der Karlsplatz in Wien erstrahlt bald in neuem Glanz. Zwei bedeutende Denkmäler, die linke Triumphsäule und die Otto-Wagner-Pavillons, sind momentan in Baugerüsten verhüllt. Während die rechte Triumphsäule, die bereits saniert wurde, glänzend weiß erstrahlt, zeigt sich die linke Triumphsäule in einem braungefärbten und erodierten Zustand. Doch auch ihre Restaurierung ist in vollem Gange und wird im Laufe des Jahres abgeschlossen. Manuela Fritz und ihr Team haben die anspruchsvolle Aufgabe übernommen, die Reliefs der Säule aufzufrischen, wobei einige so stark beschädigt sind, dass sie nur anhand alter Fotos rekonstruiert werden können. Johannes Pasquali vom Verein der Freunde der Karlskirche plant, dieses Projekt in diesem Jahr erfolgreich abzuschließen. Weitere Informationen zu den Restaurierungsarbeiten sind in einem Artikel auf MeinBezirk zu finden.

Parallel zu den Arbeiten an der Triumphsäule wird auch an den Otto-Wagner-Pavillons, die seit November restauriert werden, intensiv gearbeitet. Diese Restaurierung umfasst sowohl den Außen- als auch den Innenbereich der Pavillons. Hierbei werden Metallkonstruktionen gereinigt, ausgebessert und mit neuem Korrosionsschutz versehen. Die Marmoroberflächen erfahren eine gründliche Reinigung und Sanierung, während die Dichtheit der Dächer sichergestellt wird. Im Inneren sollen restaurierte Stuckelemente und frisch ausgemalte Wandflächen den ursprünglichen Charakter Otto Wagners wiederherstellen. Auch Holzportale und Fenster werden saniert und neu angestrichen. Die Arbeiten erfolgen in enger Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt und sind bis Sommer 2026 geplant. Das Wien Museum plant, am 2. Mai das Museum im Otto-Wagner-Pavillon wieder zu eröffnen.

Die Triumphsäulen im Fokus

Die Sanierung der Wiener Karlskirche, zu der auch die Triumphsäulen gehören, schreitet seit über 20 Jahren voran. Eine der letzten Sanierungsetappen, die Triumphsäulen, ist fast abgeschlossen. Diese 33 Meter hohen Säulen zeigen Szenen aus dem Leben des Heiligen Karl Borromäus und sollen Ende Mai feierlich enthüllt werden. Ein Team von rund 20 Restauratoren hat ein Jahr lang an der nun bereits fertiggestellten rechten Säule gearbeitet, bei der insgesamt 165 Stellen mit neuem Gestein aus Italien ausgebessert wurden. Dies stellt sicher, dass das neue Gestein dem Originalstein „sehr, sehr“ gut ähnelt. Restauratorin Manuela Fritz erläuterte, dass spezielle Materialien geprüft und passende Steine ausgesucht werden mussten. Die Kosten für die Restaurierung einer Säule belaufen sich auf etwa zwei Millionen Euro, wobei die Finanzierung größtenteils durch Eintrittsgelder von Touristen und die Unterstützung des Bundesdenkmalamts erfolgt. Es wird jedoch betont, dass in 30 bis 40 Jahren erneut eine Generalrenovierung notwendig sein wird, wodurch die Arbeiten sich über Jahre hinziehen.

Ein kulturelles Erbe bewahren

Die Restaurierungsprojekte am Karlsplatz sind nicht nur technische Herausforderungen, sondern auch eine Hommage an die Wiener Geschichte und Kultur. Die Triumphsäulen und die Otto-Wagner-Pavillons sind nicht nur architektonische Meisterwerke, sondern auch bedeutende kulturelle Symbole, die es wert sind, für kommende Generationen bewahrt zu werden. Während die Stadt Wien sich durch diese Maßnahmen um den Erhalt ihres kulturellen Erbes bemüht, bleibt die Frage, wie zukünftige Generationen mit den Herausforderungen der Denkmalpflege umgehen werden. Das Engagement der Restauratoren und die Unterstützung durch Institutionen wie das Bundesdenkmalamt sind entscheidend für den langfristigen Erhalt dieser wertvollen Denkmäler. In den kommenden Jahren wird sich zeigen, wie sich diese Restaurierungsarbeiten auf das Stadtbild und das kulturelle Leben in Wien auswirken werden.