In Wieden, einem Stadtteil von Wien, hat sich der Verein „Ein Haus am Baum“ unter der Leitung von Daniela Huber, der Küchenchefin des Gasthauses Wolf, zusammengefunden, um ein spannendes Projekt ins Leben zu rufen. Ziel ist es, Nistkästen für Singvögel aufzuhängen, um die Vogelpopulation in der Umgebung zu fördern und deren Gesang wieder vermehrt hörbar zu machen. Huber, die selbst eine Leidenschaft für das Beobachten von Vögeln hat, möchte mit ihrem Engagement dazu beitragen, dass die Tierwelt in urbanen Gebieten nicht noch weiter zurückgeht.

Auf der Wieden gibt es viele Bäume, die jedoch oft nicht die richtigen Bedingungen für den Nestbau bieten. Aus diesem Grund hat Huber den Verein gegründet und sich über die Möglichkeiten informiert, um Nistkästen zu installieren. Rund 20 Nistkästen sind bereits im Gasthaus Wolf bereit zur Montage, und sie hat diese aus eigener Tasche sowie durch private Spenden finanziert. Die Stadt Wien hat zwar einige Vorschriften, jedoch ist die Dokumentation der Standorte der Nistkästen die Hauptanforderung. Huber plant, Förderungen bei der Stadt anzufragen, um das Projekt weiter voranzutreiben.

Nistkästen als Lebensretter

Die Nistkästen, die Huber aufhängen möchte, sind nicht nur für Vögel von Bedeutung. Auch andere Tierarten, wie Fledermäuse und Bienen, könnten von diesen künstlichen Nisthilfen profitieren. Laut einer Initiative von Wiener Wasser, die in Kooperation mit der Stadt Wien durchgeführt wird, wurden bereits rund 60 Nistkästen für Singvögel wie Spatzen, Stare und Meisen installiert. Diese Nistkästen sind gut angenommen worden, und erste Vögel sind bereits geschlüpft. Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky hebt den Wert solcher Projekte hervor, insbesondere im Hinblick auf den Artenschutz und die Förderung der Biodiversität.

Die Notwendigkeit solcher Maßnahmen wird durch den Rückgang vieler Vogelarten, insbesondere des Haussperlings, unterstrichen. Der Verlust natürlicher Nistplätze durch Gebäudesanierungen und andere urbanisierte Veränderungen erschwert das Überleben dieser Arten erheblich. Künstliche Nisthilfen bieten eine lebensnotwendige Alternative und sind für die Erhaltung der Vogelpopulationen in städtischen Räumen unverzichtbar.

Ein Aufruf zur Unterstützung

Daniela Huber sucht aktiv nach Unterstützern für das Aufhängen und die jährliche Reinigung der Nistkästen. Ihr Sohn hilft bereits tatkräftig mit, doch zusätzliche Helfer sind herzlich willkommen. Interessierte können Huber per E-Mail kontaktieren, um sich am Projekt zu beteiligen. Der Verein „Ein Haus am Baum“ möchte nicht nur die Vogelvielfalt im Bezirk erhöhen, sondern auch das Bewusstsein für die Notwendigkeit des Artenschutzes schärfen. Es ist ein schöner Schritt in Richtung einer lebendigen und vielfältigen Natur, die auch in urbanen Räumen ihren Platz finden kann.

Die Initiative von Huber steht im Einklang mit dem Wiener Arten- und Lebensraumschutzprogramm „Netzwerk Natur“, das darauf abzielt, Lebensräume für Vogelarten und Fledermäuse zu sichern. Es ist zu hoffen, dass viele Mitbürgerinnen und Mitbürger sich diesem wichtigen Vorhaben anschließen und dazu beitragen, dass die Melodien der Vögel bald wieder in Wieden erklingen.

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