In den letzten Wochen haben viele Wienerinnen und Wiener über Atemprobleme und Kopfschmerzen geklagt. Diese Beschwerden führen viele Bürger auf die erhöhten Feinstaubwerte und das stabile, drückende Wetter zurück. Besonders betroffen sind die inneren Bezirke Wiens, und die aktuellen Messungen bestätigen diese Wahrnehmung. An mehreren Messstellen in Wien wurden die Grenzwerte für Feinstaub erreicht oder sogar überschritten. Laut wissenschaftlichen Studien fördern erhöhte Feinstaubwerte Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen, was die Sorgen der Bevölkerung noch verstärkt. Offizielle Luftgüteberichte der Stadt zeigen jedoch, dass die meisten der 39 Messstationen eine Bewertung von „Sehr gut“ oder „Gut“ aufweisen. Bei der Einzelwertung für PM10 – Feinstaub liegen alle Messstationen im Bereich „Gut“.

Im Gegensatz dazu zeigen private Messungen des Projekts sensor.community überwiegend „moderate“ Luftverschmutzungswerte, mit einem signifikanten Ausreißer in der Wiedner Hauptstraße, wo ein Wert von 150 als „Ungesund für empfindliche Personen“ eingestuft wird. Der Bezirk Wieden wird somit als Hotspot für schlechte Luftqualität identifiziert. Bezirksvorsteher-Stellvertreter Pascal Riepl fordert deshalb eine neue Luftmessstelle am Wiedner Gürtel, um die Situation genauer zu überwachen. Diese Forderung wurde in der Bezirksvertretungssitzung am 19. März eingebracht. Trotz der aktuellen Herausforderungen zeigt die Stadt Wien, dass sich die Luftqualität in den letzten 15 Jahren stetig verbessert hat. Im Vergleich zu anderen Städten wie Graz und Linz hat Wien aufgrund seiner geographischen Lage bessere Luftwerte. Mit dem nahenden Frühling kann außerdem eine Verbesserung der Luftqualität erwartet werden, was das Ende der Nebelzeit mit sich bringt.

Luftqualitätsmessungen und Technologien

Um die Luftqualität in Wien genauer zu überwachen, bieten Plattformen wie AirVisual Echtzeit-Einblicke und Luftqualitätsmessungen an. Diese Monitore sind nicht nur hilfreich, um Verschmutzungsquellen zu identifizieren, sondern zeigen auch an, wann ein Luftreiniger erforderlich ist. In der Gesundheitsbranche wird die HealthPro Series empfohlen, die mit HyperHEPA-Technologie ultrafeine Partikel filtert und somit medizinischen Schutz bietet. Auch die Atem-Serie kombiniert Schweizer Ingenieurskunst mit Hochleistungs-Luftreinigung, um die Luftqualität weiter zu verbessern.

Die Echtzeit-AQI⁺-Städterangliste für Österreich zeigt, dass die Luftqualität in Floridsdorf, Lobau und Stadlau am besten bewertet wird, während Wieden in den letzten Wochen aufgrund der hohen Feinstaubwerte nicht gut abschneidet. Im Vergleich zu anderen Städten in Österreich liegt Wien jedoch immer noch relativ gut, auch wenn die Luftqualität in Graz und Linz schlechter ist. Das Luftqualitäts-Verlaufsdiagramm für Wien, das am 11. Februar 2026 zwischen 18:00 und 19:00 Uhr erstellt wurde, zeigt die Schwankungen der Luftqualität in dieser Zeitspanne.

Langfristige Entwicklungen und Ausblick

Ein Blick auf den Bericht „Luftgütemessungen in Österreich 2024“ zeigt eine anhaltend positive Entwicklung der Luftqualität. Die Schadstoffbelastung in Österreich ist im Jahr 2024 weiter zurückgegangen. Messungen zu Feinstaub (PM2,5 und PM10), Stickstoffdioxid (NO₂) und Ozon (O₃) belegen ein niedriges Belastungsniveau. Verena Ehold, die Geschäftsführerin des Umweltbundesamts, hebt die gesundheitlichen Risiken von Luftverschmutzung hervor und betont die Notwendigkeit, die Schadstoffkonzentrationen weiter zu senken. Die Feinstaubbilanz 2024 zeigt, dass Überschreitungen des PM10-Grenzwerts nur noch vereinzelt bei bestimmten Wetterlagen auftreten. Seit 2022 gab es keine Überschreitungen der Grenzwerte nach IG-L und EU-Luftqualitätsrichtlinie für PM10.

Insgesamt zeigt sich, dass trotz der aktuellen Herausforderungen in Bezug auf die Luftqualität in Wien, langfristige Maßnahmen und Verbesserungen zu einer positiven Entwicklung beitragen. Mit dem Frühling in Sicht können Bürgerinnen und Bürger auf eine Verbesserung der Luftqualität hoffen, während gleichzeitig die Notwendigkeit bleibt, die Luftverschmutzung weiterhin zu beobachten und zu bekämpfen.

Weitere Informationen finden Sie in den entsprechenden Quellen: Mein Bezirk, IQAir, und BMLUK.