Im Herzen von Wien steht der Phoenix Bowling Park, eine Einrichtung, die für viele als Ort der Gemeinschaft und des Sports dient. Doch seit Sommer 2025 steht dieser Ort still. Die Ungewissheit über die Zukunft der Bowlinghalle ist groß. Auf der Website des Phoenix Bowling Parks wird von einer Sommerpause seit Juni 2025 gesprochen, doch ob die Halle jemals wieder öffnet, bleibt fraglich. Die Situation bringt insbesondere für ältere Spieler der Bowlinggemeinschaft Herausforderungen mit sich. Helmut Kein, Leiter der Sektion Bowling des Post SV Wien, äußert, dass die Umstände für die Mitglieder schwierig sind. Felix Weigel, Obmann des Post SV, sieht jedoch Potenzial in der rechten Seite der 32 Bahnen umfassenden Anlage, die weiterhin nutzbar sein könnte.
Die linke Seite hingegen ist sanierungsbedürftig und wird momentan als Lager genutzt. Die Litus Group, die Mieterin der Anlage, befindet sich in der Evaluierungsphase und plant, die rechte Hälfte für Veranstaltungen zu nutzen, während die Österreichische Post, Eigentümerin des Areals, angedeutet hat, dass ein regulärer Betrieb aufgrund notwendiger Investitionen möglicherweise nicht wieder aufgenommen wird. Der Pachtvertrag mit der Post läuft 2027 aus, was die Zukunft der Bowlinghalle weiter in Frage stellt. Mehr zu diesem Thema finden Sie hier.
Die Herausforderungen der Bowlinggemeinschaft
Christa R., eine leidenschaftliche Bowlingspielerin, und Mitglied eines 20-köpfigen Vereins, berichtet von den Mängeln, die die Halle seit 20 Jahren plagen. Diese Probleme, wie kaputte Monitore und fehlende Putzkräfte, haben dazu geführt, dass die Kunden nach und nach abwandern. Der Obmann der Hallenliga hat diese aufgrund der untragbaren Umstände aufgelöst. Trotz dieser Widrigkeiten gibt es treue Mitglieder, die die Halle weiterhin unterstützen möchten. Die Halle wurde kürzlich von der Litus Group übernommen, doch es gibt viele Unklarheiten über die zukünftigen Pläne.
Die Hallenpause wurde ursprünglich wegen dringend notwendiger Sanierungsarbeiten bis September 2025 angekündigt, doch die Schließung hält an, und die Mitglieder können keine Buchungen online vornehmen. Die Sorgen um die Phoenix Halle sind also nicht unbegründet. Lesen Sie hier mehr über die Herausforderungen.
Ein Lichtblick für die Sportinfrastruktur in Wien?
Während die Zukunft des Phoenix Bowling Parks ungewiss ist, plant die Stadt Wien umfassende Investitionen in die Sportinfrastruktur. Mit dem Sportstätten-Entwicklungsplan „Sport.Wien.2030“ sollen bis 2026 insgesamt 55 Millionen Euro in 29 Sportanlagen investiert werden. Ziel ist es, ein breites und leistbares Sportangebot für alle Wienerinnen und Wiener zu schaffen.
Die Stadt verfolgt dabei moderne, multifunktionale Sportanlagen und setzt auf Nachhaltigkeit und umweltbewusste Technologien. Auch die geplante Dreifachsporthalle auf dem Areal des Phoenix Bowling Parks könnte zukünftig Platz für Bowling bieten. Weitere Maßnahmen im Rahmen des SPOSA II-Programms umfassen die Erneuerung von Kunstrasen und Sanierungsarbeiten an bestehenden Anlagen. Diese Investitionen könnten möglicherweise auch die Bowlinggemeinschaft in Hernals begünstigen und langfristig zur Revitalisierung des Phoenix Bowling Parks beitragen. Hier erfahren Sie mehr über die Pläne der Stadt.
Die Situation bleibt spannend, und die Bowlinggemeinschaft in Wien hofft auf positive Entwicklungen, die sowohl der Halle als auch den leidenschaftlichen Spielern zugutekommen könnten.