In der Nacht von Montag auf Dienstag sorgte ein mutwillig herbeigeführter Wasserschaden im Albertus-Magnus-Gymnasium in der Semperstraße (18. Bezirk) für Aufregung. Das katholische Privatschulgebäude, das 1881 erbaut wurde, wurde am Dienstagmorgen unter Wasser gefunden. Verstopfte Waschbecken führten dazu, dass Wasser über den Beckenrand trat und in die Schulgänge floss. Betroffen sind fast alle Stockwerke der Schule, was die Sicherheit der Schüler gefährdet. In vielen Räumen steht Wasser, was potenziell in Kontakt mit Stromleitungen kommen könnte.
Um die Sicherheit der Schüler zu gewährleisten, wurde der Unterricht für die Oberstufenklassen bis auf Weiteres eingestellt. Die Unterstufe konnte hingegen in trockenen Klassen bis zur fünften Stunde unterrichtet werden, während die Nachmittagsbetreuung im Halbinternat wie gewohnt stattfand. Die Schule hat die Tat wegen schwerer Sachbeschädigung angezeigt, und die Polizei ermittelt vor Ort. Sechs verdächtige Schüler stehen im Fokus der Ermittlungen, deren Beteiligung an dem Vorfall noch geklärt werden muss. Das Ausmaß der Schäden ist derzeit noch nicht abschätzbar, und die VOSÖ, als Schulerhalter, wird für die Kosten verantwortlich sein, deren Höhe noch unbekannt ist. Regina Ahlgrimm-Siess von der VOSÖ äußerte Bestürzung über den Vorfall und dessen Auswirkungen auf die Schulgemeinschaft.
Ähnliche Vorfälle in anderen Schulen
Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich in der Hildegardis-Schule in Hagen-Altenhagen zwischen Donnerstag, dem 11. April 2024, und Freitagmorgen, dem 12. April 2024. Unbekannte hatten ein Waschbecken verstopft und den Wasserhahn aufgedreht, was zu einem Wasserschaden im dritten Obergeschoss führte. Der Schulleiter verließ das Gebäude am Vorabend gegen 18:00 Uhr und war somit die letzte Person im Haus. Ein möglicher Zusammenhang zwischen der Sachbeschädigung und dem traditionellen „Abistreich“ der angehenden Abiturienten wurde von der Polizei in Betracht gezogen. Am Freitagmorgen alarmierte ein Mitarbeiter der Schule die Polizei, die daraufhin ein Strafverfahren einleitete und die Ermittlungen an die Kriminalpolizei übergab.
Vandalismus und seine Auswirkungen
Die Vorfälle in beiden Schulen werfen Fragen zum Thema Vandalismus in Bildungseinrichtungen auf. Solche Aktionen haben nicht nur materielle Schäden zur Folge, sondern auch einen emotionalen Einfluss auf die Schulgemeinschaft. Es ist wichtig, dass Schulen und Eltern gemeinsam Lösungen finden, um derartige Vorfälle zu verhindern und die Schüler zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit ihrer Umgebung zu erziehen. Weitere Informationen zu Maßnahmen, die Schulen ergreifen können, um Vandalismus einzudämmen, finden Sie auf dieser Webseite.
Die Entwicklungen rund um die Ermittlungen in beiden Fällen werden mit Spannung verfolgt. Während die Schulen versuchen, wieder zur Normalität zurückzukehren, bleibt die Frage, wie solche Vorfälle in Zukunft zu verhindern sind.