In Währing sorgt eine Bürgerinitiative mit dem Namen „Lebensqualität18“ für Aufregung. Sie kritisiert die hohen Kosten für die geplante Umgestaltung der Staudgasse, die sich auf über 550.000 Euro summieren. Ein besonders umstrittenes Element des Projekts ist die geplante Pflanzung von acht Bäumen, die laut der Initiative 70.000 Euro pro Baum kosten soll. Die Bauarbeiten sollen Mitte März beginnen und bis Ende April abgeschlossen sein. Ziel der Umgestaltung ist es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen sowie ein kinder- und fußgängerfreundliches Umfeld zu schaffen.

Alexandra Morscher von der Initiative bezeichnet die Baumpflanzung als Geldverschwendung und sieht sie nicht als notwendigen Schritt für den Klimaschutz. Unterstützung erhält die Initiative von der ÖVP Währing, die eine verantwortungsvolle Verwendung öffentlicher Gelder fordert. Bezirksvorsteherin Silvia Nossek von den Grünen hingegen bezeichnet die Kostenangaben der Initiative als nicht korrekt. Sie erklärt, dass die Bäume samt Bewässerung und Untergrund auf rund 30.000 Euro kommen würden und betont, dass bei der Budgetplanung vorsichtig kalkuliert werde, um mögliche Mehrkosten zu berücksichtigen. Die Bürgerinitiative plant zudem, die Währinger über ihre Bedenken zu informieren. Weitere Informationen finden Sie in dem Artikel auf meinbezirk.at.

Klimaschutz und Stadtentwicklung

Die Diskussion um die Baumpflanzungen in Währing ist Teil eines größeren Trends, der sich in vielen Städten abzeichnet. So hat das Berliner Abgeordnetenhaus kürzlich beschlossen, in den nächsten 15 Jahren mehrere Hunderttausend Bäume neu zu pflanzen. Im Rahmen des Klimaanpassungsgesetzes soll bis 2040 über eine Million Bäume in Berlin stehen, was eine Verdopplung der Baumanzahl zur Folge hätte. Dieses Vorhaben soll die Stadt besser an den Klimawandel anpassen und umfasst auch die Verbesserung von Grünflächen sowie den Umgang mit Regenwasser.

Die Gesamtkosten für dieses ambitionierte Projekt belaufen sich auf 3,2 Milliarden Euro, wobei die Finanzierung durch das Land Berlin sowie Bundes- und europäische Fördermittel erfolgen soll. Der umweltpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion fordert eine zügige Umsetzung des Gesetzes, und die Bürgerinitiative BaumEntscheid plant, die Umsetzung kritisch und konstruktiv zu begleiten. Weitere Informationen zu diesem Thema können Sie auf zeit.de nachlesen.

Förderprogramme und deren Bedeutung

Die Herausforderungen des Klimawandels erfordern auch eine gezielte Unterstützung der Kommunen. Das Förderprogramm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“ wurde 2020 vom Bund aufgelegt, um Kommunen bei der Entwicklung von Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen. Der Fokus liegt auf der Erhaltung, Anpassung und Ausweitung öffentlicher Grün- und Freiflächen, um die Lebensqualität und die Biodiversität in städtischen Gebieten zu sichern.

Die geförderten Maßnahmen sollen Risiken mindern und die Lebensqualität erhöhen, indem sie unter anderem die Regenwasserrückhaltung und die Vernetzung von Grünräumen fördern. Seit 2020 wurden über 300 Projekte in Städten und Gemeinden ausgewählt, mit einer Gesamtfördersumme von 656 Millionen Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds. Diese Programme sind entscheidend, um eine klimaangepasste Stadtentwicklung voranzutreiben. Mehr dazu finden Sie auf bmwsb.bund.de.