Im Schatten des ersten Wiener Derbys mit Gästefans seit 2024 steht der SK Rapid Wien vor einer schwierigen Zeit. Nach der Niederlage im Derby, die die Mannschaft nun seit zwölf Spielen sieglos macht, kam es im Gästeblock zu Ausschreitungen. Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten: Der österreichische Fußballverband hat hohe Strafen gegen Rapid Wien verhängt, die der Verein nun akzeptiert hat. Diese umfassen eine Geldstrafe von 100.000 Euro, ein Gästeverbot für die Wiener Derbys gegen die Austria Wien sowie eine Sperre des Block West für die nächsten drei Heimspiele, während das Bilden eines alternativen Heimsektors ebenfalls untersagt wurde (Faszination Fankurve).
Die nächsten Heimspiele gegen den FK Austria Wien, RB Salzburg, Sturm Graz und LASK werden unter diesen Umständen ruhig erwartet. Die aktive Fanszene hat sich in einem Spieltagsflyer zu den Vorfällen geäußert. Präsident Alexander Wrabetz bedauert die Vorfälle und distanziert sich von den Ausschreitungen, kritisiert jedoch gleichzeitig die sportliche Leistung des Vereins. Rapid Wien ist seit der Entlassung von Peter Stöger Tabellenletzter und hat in den letzten Wettbewerben, sowohl im Europacup als auch im ÖFB-Cup, peinliche Ergebnisse eingefahren. Beim letzten Heimspiel blieb der Block West leer, was mit einem Spruchband zur sportlichen Leistung dokumentiert wurde.
Strafen im Detail
Die Sanktionen, die gegen den SK Rapid Wien verhängt wurden, sind Teil einer umfassenden Maßnahme des Senats 1, der auch die Wiener Austria wegen der nicht genehmigten Verwendung von Pyrotechnik mit 48.400 Euro bestraft hat. Die Blöcke 15 bis 18 sowie die Sicherheitssektoren 4 und 5 bleiben bei den nächsten drei Heimspielen geschlossen. Zudem sind in den kommenden drei Jahren keine Gästefans des SK Rapid bei Derbys in der Generali Arena zugelassen, auch nicht bei Spielen von SK Rapid II. Diese Maßnahmen sind das Ergebnis einer urteilsgerechten Begründung, die besagt, dass die missbräuchliche Verwendung von Pyrotechnik die Gesundheit der Zuschauer und Aktiven gefährdete. Es ist erwähnenswert, dass die maximale Strafe von 150.000 Euro nicht voll ausgeschöpft wurde, da Rapid Wien einen glaubhaft dargelegten Maßnahmenplan vorgelegt hat (Weekend).
Ein Blick auf die Sicherheitslage im Fußball
Die Vorfälle rund um das Wiener Derby sind nicht isoliert zu betrachten. In Deutschland zeigen die aktuellen Zahlen zur Sicherheitslage im Fußball eine interessante Entwicklung. In der Saison 2024/25 gab es weniger Verletzte als in der Vorsaison – insgesamt 1.107 im Vergleich zu 1.338. Die Zahl der Stadionbesucher stieg auf 25,26 Millionen, was einen Anstieg von 3,87 Prozent darstellt. Dennoch gab es einen Anstieg der Verstöße im Zusammenhang mit Pyrotechnik um 73 Prozent. Diese Entwicklungen werfen ein Licht auf die Herausforderungen, mit denen Vereine und Sicherheitsbehörden konfrontiert sind, und verdeutlichen die Notwendigkeit eines konsequenten Durchgreifens gegen Gewalttaten und Regelverstöße im Stadionumfeld (Sportschau).
Die Situation beim SK Rapid Wien und die damit verbundenen Maßnahmen sind ein eindringliches Beispiel für die Herausforderungen im modernen Fußball. Von den Strafen bis hin zu den Reaktionen der Fans – es bleibt abzuwarten, wie sich die Lage entwickeln wird und welche Maßnahmen die Vereine ergreifen, um die Sicherheit und den Sportgeist im Stadion zu wahren.