In der Wiener Bezirksgegend Simmering tut sich einiges im Bereich der Kurzzeitvermietungen. Mehr und mehr Immobilien werden über Plattformen wie Airbnb und Co. vermietet. Ein Trend, der laut meinbezirk.at in den letzten Jahren stark zugenommen hat. Die Straßen zwischen der U-Bahnstation Zippererstraße und Enkplatz sowie der S-Bahn-Station Geiselbergstraße sind dabei besonders betroffen, hier merkt man eine hohe Dichte an Angeboten.

Doch die Freude über diese Entwicklung wird durch die Herausforderungen, die sie mit sich bringt, getrübt. Die Anzahl der Anzeigen wegen illegaler Vermietungen hat sich mehr als verdoppelt. Der durch diese Aktivitäten begrenzte Wohnraum führt zu steigenden Mietpreisen in einer ohnehin angespannten Marktsituation. Neben den rechtlichen Problemen sieht sich die Stadt Wien auch mit einer Regelungslücke in Simmering konfrontiert: Aktuell gibt es hier keine eingerichteten Wohnzonen, was den Pfad für zahlreiche kurzfristig vermietete Wohnungen ebnet.

Regulierungsmaßnahmen auf dem Weg

Die Stadt Wien plant, die Bauordnung und Vorschriften für Kurzzeitvermietungen ab Juli 2024 zu verschärfen. In den angepeilten Wohnzonen dürfen solche Vermietungen nur mit speziellen Ausnahmebewilligungen umgesetzt werden. Für Vermieter außerhalb dieser Zonen gilt, dass sie eine Genehmigung benötigen, wenn die Vermietung länger als 90 Tage im Jahr dauern soll. Bisher wurden in Simmering 50 Ausnahmebewilligungen beantragt, wobei 15 davon in unmittelbarer Nähe zu U-Bahn-Stationen liegen.

Besonders aktiv zeigt sich die Baupolizei in der Überprüfung der Vermietungen. Allerdings ist die Kontrolle der Vermietungsdauer bisher eine Herausforderung, was sich in der Wasserspiegelung der gestiegenen Anzeigen zeigt: Die Zahl ist von 9 auf 23 im Jahr 2024 gestiegen. Anwohner und politische Gruppen wie die Grünen und die KPÖ/Links fordern deshalb mehr Regulierung und die Einführung einer klaren Wohnzone, um die Situation zu stabilisieren.

Die Situation im ganzen Land

Airbnb gibt es in diesem Kurort rund 30 Ferienunterkünfte, die für durchschnittlich €52 pro Nacht zu buchen sind. Diese Oberflächenzahlen, ganz gleich ob familienfreundlich oder haustierfreundlich, bilden eine interessante Vergleichsgrundlage zu den Geschehnissen in Simmering.

Die Beliebtheit dieser Unterkünfte zeigt sich unter anderem an der Vielzahl von Bewertungen. Über 830 Bewertungen sprechen für sich. Mit einer Vielzahl an Annehmlichkeiten, wie kostenlosem WLAN, Küchen und Parkplätzen, scheinen die Vermieter in Semmering ein gutes Händchen für die Bedürfnisse ihrer Gäste zu haben. Besonders hervorstechend sind Unterkünfte wie das „Forest Home“, das für seine Größe und die zahlreichen Freizeitmöglichkeiten, wie Skifahren und Wandern, geschätzt wird.

Die Herausforderungen im Bereich der Kurzzeitvermietungen sind also nicht nur ein Problem von Simmering. Wenn sich die Entwicklungen wie geplant fortsetzen, könnte sich bis zum Inkrafttreten der neuen Vorschriften viel ändern. Eines ist sicher: Da liegt was an, und die Anwohner wie die Stadtverwaltung müssen gemeinsam Lösungen finden, um die Wohnsituation zu regulieren.