Mit den ersten Sonnenstrahlen zeigen sich in Wien wieder mehr Radfahrer auf den Straßen. Die Stadt Wien hat nun zum sechsten Mal ihre Pläne zur Radwegoffensive präsentiert. SPÖ-Mobilitätsstadträtin Ulli Sima kann auf über 100 Kilometer neuer Radinfrastruktur im Hauptradwegnetz zurückblicken. Für das Jahr 2023 sind 33 Projekte und 12,5 Kilometer Radverkehrsinfrastruktur geplant. Diese Offensive wurde in den letzten Jahren aus einem Sonderfördertopf von rund 100 Millionen Euro finanziert, doch für die neue Legislaturperiode stehen nur noch rund 20 Millionen Euro aus dem Regelbudget zur Verfügung. Um die Kosten zu senken, sollen innovative Bauweisen wie die Leichtbauweise für Radwege eingesetzt werden.
Die Leichtbauweise sieht vor, dass Radwege ebenerdig mit Bodenmarkierungen und Grünflächen angelegt werden. In der Leopoldstadt wird beispielsweise ein 410 Meter langer Zwei-Richtungs-Radweg auf der Oberen Donaustraße gebaut, dessen Ausbau 700.000 Euro kostet, während die Stadt über 1 Million Euro spart. Im 3. Bezirk entsteht ein 700 Meter langer Radweg zwischen Juchgasse und Schlachthausgasse, und ein neuer Radweg wird im Zuge der Verlängerung der Straßenbahnlinie 18 entstehen. Auch in Wieden wird der Zwei-Richtungs-Radweg auf der Wiedner Hauptstraße bis zur Hartmanngasse verlängert.
Neuerungen in verschiedenen Bezirken
Im 9. Bezirk wird ein 400 Meter langer Radweg auf der Althanstraße gebaut. In Favoriten entstehen gleich zwei neue Radwege: einer in der Neilreichgasse und einer zwischen Hasengasse und Davidgasse. Ein Großprojekt steht auch in der Äußeren Mariahilfer Straße im 15. Bezirk an, wo die Radwege um 720 Meter verlängert werden. In Floridsdorf werden Radwege auf der Brünner Straße und in der Leopold-Ferstl-Gasse gebaut, und der bestehende Radweg zwischen Katsushikastraße und Karl-Schäfer-Straße wird ausgebaut. In der Donaustadt wird der Radweg auf der Erzherzog-Karl-Straße um 500 Meter verlängert, während in Liesing die Infrastruktur am Liesing Platz verbessert wird und der 1,4 Kilometer lange Radweg zwischen Atzgersdorf und Bahnhof verlegt wird.
Die Radwegoffensive wird bis 2026 fortgesetzt, wobei der Fokus auf dem Schließen von Lücken und der Fortsetzung großer Radachsen liegt. Trotz des Konsolidierungsbedarfs wird in das Wiener Radwegenetz investiert. So sind bis 2026 weitere 33 neue Projekte und rund 12,5 Kilometer neue Radverkehrsinfrastruktur geplant. Diese beinhalten Lückenschlüsse in der Oberen Donaustraße sowie Verbesserungen in der Lehmanngasse. Ein neuer 410 Meter langer Zwei-Richtungsradweg auf der Oberen Donaustraße wird ebenfalls umgesetzt, während entlang der Landstraßer Hauptstraße 33 neue Bäume gepflanzt werden, um eine klimafitte Umgestaltung zu fördern.
Interaktive Planung und Zukunftsausblick
Mit der Einführung einer interaktiven Online-Karte können die Bürgerinnen und Bürger einen Überblick über alle Projekte gewinnen. Diese kann helfen, die Radinfrastruktur in Wien besser zu nutzen und zu planen. Zu den weiteren geplanten Radwegen gehören unter anderem die Verlängerung auf der Wiedner Hauptstraße und neue Radwege auf dem Rennweg im 3. Bezirk sowie auf der Althanstraße im 9. Bezirk. Auch in der Neilreichgasse im 10. Bezirk wird ein 630 Meter langer Zwei-Richtungs-Radweg entstehen.
Die Radwegoffensive ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer nachhaltigen Mobilität in Wien. Sie zeigt, dass die Stadt nicht nur in die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur investiert, sondern auch aktiv zur Förderung des Radverkehrs und zur Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs beiträgt. Weitere Informationen zu den Projekten können auf den Webseiten der Stadt Wien und den lokalen Initiativen nachgelesen werden. Ein Überblick über die Radwege wird zudem auf Kurier sowie auf wien.gv.at bereitgestellt.
Für die Radfahrer in Wien bedeutet dies eine stetige Verbesserung der Bedingungen und eine positive Entwicklung in der städtischen Infrastruktur. Auch die Vielfalt der neuen Projekte zeigt, dass die Stadt auf die Bedürfnisse der Radfahrer eingeht und diese in den urbanen Raum integriert.