Heute ist der 15. Februar 2026 und in drei Monaten wird Wien erneut zum Schauplatz eines der größten Musikevents der Welt – dem Eurovision Song Contest (ESC). Der Märzpark im 15. Bezirk, derzeit menschenleer an diesem kalten Februartag, wird bald von fröhlichen Menschenmengen belebt, die das Event feiern. Tino, ein 62-jähriger Anrainer, ist überzeugt: „Wien ist der beste Ort für den Song Contest.“ Überall in der Stadt sind bereits Vorbereitungen zu sehen, wie etwa das große ESC-Banner mit dem Motto „United by Music“, das an der Stadthalle prangt.

Die Vorfreude auf den ESC ist unter den Anrainern spürbar, auch wenn die Meinungen gemischt sind. Nena V., eine 70-jährige Anrainerin, freut sich auf das Event, findet aber die Ticketpreise zu hoch. Währenddessen plant die Barkeeperin Renata im Pub „By Charles“, den Ansturm an Besuchern mit ausreichend Getränken zu bewältigen. Neu im Lokal ist Rodrigo, ein 33-jähriger Mitarbeiter, der extra wegen des Song Contests eingestellt wurde.

Countdown zur Finalshow

Die Vorbereitungen für den ESC laufen auf Hochtouren. In der Wiener Stadthalle stehen insgesamt neun Veranstaltungen auf dem Programm, darunter zwei Semifinale und das große Finale. Die Showzeiten sind bereits festgelegt: Das erste Halbfinale findet am Dienstag, den 12. Mai statt, gefolgt vom zweiten Halbfinale am Donnerstag, den 14. Mai. Das große Finale wird dann am Samstag, den 16. Mai gefeiert. Die Tickets für die Evening und Afternoon Preview Shows sowie die Live-Show sind heiß begehrt. Besonders die Evening Preview Shows, bei denen internationale Jurys ihre Stimmen abgeben, bieten einen spannenden Vorgeschmack auf das Geschehen.

Die Ticketkäufer können zwischen verschiedenen Formaten wählen: die Afternoon Preview Show, die am Nachmittag der Live-Show stattfindet, ist ideal für jüngere Fans und bietet eine letzte Generalprobe für die Künstler:innen und deren Crew. Die Live Broadcast TV Show schließlich erlaubt es Zuschauer:innen in Europa und Australien, über den Finaleinzug und den Sieg abzustimmen.

Gemischte Gefühle unter den Anrainern

Die allgemeine Stimmung unter den Anrainern ist jedoch nicht nur von Vorfreude geprägt. Während Tino plant, als Volunteer beim ESC auszuhelfen, um die Kosten für Tickets zu vermeiden, äußert ein Passant namens Roland Bedenken gegen das Freiwilligen-System und bezeichnet es als Ausbeutung. Joy, eine 80-jährige Anrainerin, möchte mit ihrem Hund Maxi eine neue Gassiroute suchen, um den Menschenmengen zu entkommen. In dieser bunten Mischung aus Begeisterung und Skepsis zeigt sich, dass nicht alle Anrainer vom bevorstehenden Event begeistert sind. Franz, ein 58-jähriger Mann, bringt es auf den Punkt und bezeichnet den ESC als „scheißegal“.

Die Vorfreude auf den ESC bringt nicht nur die Stadt in Bewegung, sondern wirft auch Fragen auf, wie sich große Events auf das alltägliche Leben der Anwohner auswirken. Ein Passant, der sich in der Nähe der Countdown-Uhr am Rathausplatz aufhält, verweist darauf, dass der Countdown zur Veranstaltung bereits läuft und die Spannung in der Luft förmlich zu spüren ist.

Wie sich Wien auf den ESC vorbereiten wird, bleibt spannend. Die Vorbereitungen und die damit verbundenen Herausforderungen für die Anwohner und die Stadt selbst sind ein Thema, das auch die wissenschaftliche Betrachtung wert ist. In den kommenden Monaten wird es interessant sein zu beobachten, wie sich die Gemüter weiter entwickeln und ob sich die Vorfreude letztendlich auch in einem positiven Erlebnis für alle Anwohner niederschlägt.

Für weitere Informationen über die Veranstaltung und Ticketdetails können Interessierte die offizielle Seite der Stadthalle besuchen: hier klicken. Zudem gibt es spannende Berichte über die Meinungen der Anrainer und die Vorbereitungen für den ESC in einem Artikel auf Kurier.at.