Heute ist der 9.02.2026 und die neuesten demografischen Daten aus Österreich zeigen ein gemischtes Bild. Zu Jahresbeginn 2026 lebten in Österreich 9.219.113 Menschen, was einem Anstieg von 21.900 Personen oder 0,2 Prozent im Vergleich zum 1. Januar 2025 entspricht. Dieser Zuwachs ist jedoch geringer als in den Vorjahren, wobei 2024 ein Plus von 38.463 Personen und 2023 sogar 0,6 Prozent verzeichnet wurden. Die größten Zuwächse wurden in Wien verzeichnet, wo die Bevölkerung um 0,7 Prozent auf 2.042.036 Menschen stieg. Besonders auffällig ist, dass in Wien acht Gemeindebezirke einen Rückgang erlebten, während 15 Bezirke einen Anstieg verzeichneten. Die stärksten Zuwächse gab es in Donaustadt (+3,2 Prozent) und Leopoldstadt (+1,4 Prozent).
Ein Blick auf die Zusammensetzung der Bevölkerung zeigt, dass am 1. Januar 2026 rund 1.890.740 Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit in Österreich lebten, was 20,5 Prozent der Gesamtbevölkerung entspricht. Dies stellt einen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr dar, als der Anteil bei 20,2 Prozent lag. Besonders hoch ist der Anteil ausländischer Staatsangehöriger in Wien mit 37,0 Prozent, während das Burgenland mit 11,7 Prozent am niedrigsten abschneidet. Dies verdeutlicht die vielfältige und dynamische Struktur der Bevölkerung in Österreich.
Bevölkerungsbewegungen und historische Daten
Die Daten zur Bevölkerung Österreichs basieren auf unterschiedlichen methodischen Konzepten. Volkszählungen fanden zwischen 1869 und 2001 in etwa 10-jährigen Intervallen statt, während seit 1961 jährliche Bevölkerungsfortschreibungen durchgeführt werden. Dies beinhaltet sowohl die natürlichen Bevölkerungsbewegungen als auch Schätzungen über Wanderungen auf Bundeslandebene. Interessanterweise wurde seit 2002 ein Bevölkerungsregister (POPREG) von Statistik Austria geführt, das auf dem Zentralen Melderegister (ZMR) basiert.
Die Wanderungsstatistik, die Teil des Bevölkerungsregisters ist, definiert Migrationsbewegungen als einen Aufenthalt von mehr als drei Monaten in Österreich. Dies zeigt, wie wichtig die Zuwanderung für die demografische Entwicklung des Landes ist. Im Jahr 2024 wurden etwa 180.000 Zuwanderer und rund 130.000 Auswanderer verzeichnet, was zu einem Wanderungsüberschuss von etwa 50.000 Personen führte. Diese Zahlen verdeutlichen die anhaltende Anziehungskraft Österreichs für Menschen aus anderen Ländern und die Auswirkungen auf die Gesellschaft.
Demografische Herausforderungen
Die demografische Situation in Österreich steht jedoch vor Herausforderungen. Die Geburtenbilanz ist seit fünf Jahren negativ, mit etwa 77.000 Geburten und 88.000 Todesfällen im Jahr 2024. Die Fertilitätsrate liegt bei nur 1,31 Kindern je Frau, was als niedrig angesehen wird. Das Durchschnittsalter der Mütter bei der Geburt ist auf 31,6 Jahre gestiegen, was auf einen trendmäßigen Anstieg des Durchschnittsalters in der Bevölkerung hinweist. Der demografische Wandel wird auch dadurch unterstrichen, dass die Anzahl der jüngeren Menschen unter 20 Jahren zurückgeht, während die ältere Bevölkerung ab 65 Jahren wächst.
Diese Entwicklung wird in den nächsten Jahrzehnten voraussichtlich weiter zunehmen, was sowohl Herausforderungen als auch Chancen für die Gesellschaft mit sich bringt. Die Stadt Wien bleibt hierbei ein zentraler Punkt, nicht nur aufgrund ihrer hohen Bevölkerungsdichte von etwa 4.900 Einwohnern pro km², sondern auch wegen des hohen Anteils an Menschen mit Migrationshintergrund. Der demografische Wandel zeigt, dass eine aktive Auseinandersetzung mit diesen Themen notwendig ist, um ein ausgewogenes und harmonisches Zusammenleben zu fördern.
Die Informationen stammen aus verschiedenen Quellen, darunter Die Presse, Wien.gv.at und Statista, die alle wertvolle Einblicke in die aktuellen demografischen Trends und Entwicklungen in Österreich bieten.