Heute ist der 21.02.2026 und in Penzing gibt es spannende Neuigkeiten rund um den Wiental-Kanal. Mit einer Gesamtlänge von neun Kilometern wird dieses bedeutende Projekt dazu beitragen, den Wienfluss vor Verunreinigungen zu schützen. Bisher wurden bereits 2.225 Meter Tunnel gebohrt und über 11.000 Tunnelbausteine verbaut. Die Tunnelbohrmaschine „Krümel“ hat kürzlich im Serviceschacht Schlossallee Halt gemacht, um gewartet zu werden. Diese Wartung umfasst die Reinigung, Kontrolle und Erneuerung des Schneidrades sowie die Prüfung der Schweißnähte. Der Großteil der Arbeiten verläuft unterirdisch, sodass die Einschränkungen für die Oberflächenbelegung begrenzt bleiben.
Aktuell sind bereits 1.854 Tunnelringe gesetzt, was ein Viertel der gesamten Röhre ausmacht. Dieses ambitionierte Projekt zielt darauf ab, bis 2028 alle bestehenden Kanäle angrenzender Bezirke an den neuen Wiental-Kanal anzuschließen. Doch die Herausforderungen sind groß: wechselnde Geologie, beengte Platzverhältnisse und zahlreiche unterirdische Leitungen erfordern eine präzise Planung und Durchführung.
Einblicke in die Bauarbeiten
Vor dem Beginn der Tunnelbauarbeiten werden alle lokalen Versorgungsleitungen akribisch überprüft und bei Bedarf verlegt. Eine enge Koordination aller verantwortlichen Parteien und umfassende geotechnische Messungen sind Standardmaßnahmen, um die Bodenstabilität zu gewährleisten. Dazu wurden 110 Probebohrungen und 45 Rammsondierungen durchgeführt, um die Tragfähigkeit des Bodens bis zu einer Tiefe von 35 Metern zu untersuchen. Der ausgehobene Boden wird von erfahrenen Experten geologisch und chemisch analysiert, um den Zustand sowie die Verdichtung und Steifigkeit des Bodens zu bewerten. Diese Daten sind entscheidend für den Betrieb der Tunnelbohrmaschine und werden in die Geotechnik-Datenbank der Stadt Wien integriert, die über 65.000 Bohrungen aus verschiedenen Projekten dokumentiert.
Ein weiterer Schritt im Projekt ist die Bohrung von Schlossallee bis zur Kennedybrücke in 13 Metern Tiefe, wobei nur 3 Meter Abstand zu den Häusern eingehalten werden. Um die betroffenen Gebäude zu begutachten und die Grundwasserstände zu überwachen, sind umfassende Vorbereitungen notwendig.
Die Rolle von Geoconsult
Geoconsult spielt eine zentrale Rolle bei der Überwachung und Koordination dieses Projekts. Mit langjähriger Erfahrung in der Bauüberwachung und örtlichen Bauaufsicht sorgt das Unternehmen dafür, dass die Arbeiten termin- und kostengerecht ausgeführt werden. Die stetig steigenden Anforderungen an die gesetzlichen Vorschriften und die Umweltverträglichkeit erfordern eine kontinuierliche Schulung der Projektmitarbeiter, was Geoconsult ebenfalls gewährleistet. Das Portfolio des Unternehmens umfasst zahlreiche Großprojekte im Autobahn- und Schienenverkehr, einschließlich Tunnel, Brücken und Stützwände.
Anrainer*innen haben die Möglichkeit, sich über Bohrgeräusche und die Vortriebsgeschwindigkeit zu informieren. Ein Infocenter „Über Unten“ am Gaudenzdorfer Gürtel bietet Modelle und Updates zum Projekt. Die geplante Gesamtfertigstellung des Wiental-Kanals ist für Februar 2027 angesetzt.
Für weitere Informationen zu diesem spannenden Infrastrukturprojekt können Sie die Quelle hier nachlesen: DFZ21, sowie zusätzliche Details bei VOL.at und der umfassenden Bauüberwachung von Geoconsult finden.