In Penzing hat die „Verrückte Jugend“ ihren ersten eigenen Song mit dem Titel „Wie im Looping“ veröffentlicht. Der Song entstand im Rahmen inklusiver Musikworkshops des Blinden- und Sehbehindertenverbands WNB. Die kreativen Köpfe hinter diesem Projekt sind fünf Jugendliche: Sofia, Cecile, Nicu, Mario und Ismail. Gemeinsam haben sie den Text entwickelt, ihn eingesungen und gerappt. Musikalisch bewegt sich der Track im Afro-Trap-Stil, unterlegt mit einem treibenden Beat und einer pulsierenden Bassline.
Das Musikvideo hat in den sozialen Medien auf TikTok und Instagram bereits über eine halbe Million Aufrufe und mehr als 18.000 Likes erhalten. Es zeigt die Jugendlichen im Matznerpark, umgeben von bunten Graffiti-Wänden, und enthält auch Handyvideo-Sequenzen von verschiedenen Aktivitäten des Projekts, darunter Schwimmen, Autodromfahrten, Musizieren, Eislaufen und ein Festivalausflug. Der Liedtext wird während des gesamten Videos als Untertitel eingeblendet, was zur Zugänglichkeit des Projekts beiträgt. Der Song ist mittlerweile auf allen gängigen Streamingplattformen verfügbar und zeigt eindrucksvoll, wie kreative Prozesse auch in inklusiven Formaten stattfinden können (Quelle).
Workshop-Angebote für kreative Entfaltung
Die Veröffentlichung des Songs ist nicht nur ein Meilenstein für die „Verrückte Jugend“, sondern auch ein Beispiel für die Vielzahl an kreativen Workshops, die für Jugendliche angeboten werden. Im Rahmen von Projektwochen können Schüler:innen an Workshops im Bereich Hip-Hop teilnehmen, die Aktivitäten wie Rappen, Graffiti und Tanz umfassen. Diese Workshops werden von erfahrenen Coaches geleitet und ermöglichen es den Teilnehmer:innen, eigene Inhalte zu entwickeln. Der Fokus liegt dabei auf Teamarbeit, Eigeninitiative und künstlerischem Ausdruck. Eine Abschlussveranstaltung bietet die Gelegenheit, die Ergebnisse zu präsentieren und das Gemeinschaftsgefühl zu stärken (Quelle).
Ein weiterer Aspekt solcher Workshops ist die Förderung sozialer Kompetenzen. Zum Beispiel werden in speziellen Rap-Workshops für Jugendliche Themen wie Mobbing, Rassismus und Ausgrenzung behandelt. Diese Workshops dauern in der Regel drei Tage und bieten den Teilnehmer:innen die Möglichkeit, ihre Sicht auf die Welt künstlerisch zu verarbeiten. Neben dem kreativen Schreiben und dem Aufbau eigener Beats haben die Jugendlichen die Chance, ihre Songs aufzunehmen und sogar auf Schulwebsites zu veröffentlichen oder bei Schulveranstaltungen aufzuführen. Diese Angebote sind Teil des Bundesprogramms „JMD – RESPEKT COACHES“ und tragen zur Förderung von Selbstvertrauen und sozialen Werten bei (Quelle).
Fazit
Die „Verrückte Jugend“ aus Penzing zeigt eindrucksvoll, wie kreative Projekte Jugendliche nicht nur musikalisch, sondern auch persönlich stärken können. Durch die Kombination von Musik, Gemeinschaft und inklusiven Workshops wird ein Raum geschaffen, in dem junge Menschen ihre Stimme finden und selbstbewusst ausdrücken können. Solche Initiativen sind entscheidend, um soziale Kompetenzen zu fördern und ein respektvolles Miteinander zu gestalten.