In den letzten Wochen wurden in Österreich mehrere Raubüberfälle auf Trafiken gemeldet, die die lokale Bevölkerung in Alarmbereitschaft versetzen. Am 28. Januar 2026, um 17:55 Uhr, betrat ein maskierter Täter eine Trafik in Neulengbach, Bezirk St. Pölten. Der Unbekannte täuschte ein Verkaufsgespräch vor und bedrohte den Angestellten mit einem Messer, um Bargeld zu fordern. Nach der Übergabe der Beute flüchtete der Täter zu Fuß in unbekannte Richtung. Die sofort eingeleitete Alarmfahndung verlief jedoch ohne Erfolg. Der Angestellte blieb zwar unverletzt, erlitt jedoch einen Schock. Quelle

Nur wenige Tage später, am Dienstag, gegen 17:30 Uhr, ereignete sich ein ähnlicher Vorfall in Wien-Penzing. Auch hier betrat ein maskierter Täter eine Trafik, täuschte ein Verkaufsgespräch vor und bedrohte die Angestellte mit einem Messer. Wie im Fall von Neulengbach gelang es dem Täter, die Beute zu erlangen und mit dieser zu flüchten. Auch die Angestellte blieb unverletzt, stand jedoch unter Schock, wie die Polizei berichtete. Diese Ereignisse werfen ein Schlaglicht auf die aktuelle Kriminalitätssituation in Österreich.

Aktuelle Kriminalitätslage in Österreich

Die Kriminalität umfasst in Österreich alle Straftaten, und die statistischen Daten beziehen sich meist auf angezeigte Delikte. Im Jahr 2023 wurden rund 528.000 Straftaten angezeigt, was den höchsten Stand seit 2016 darstellt. Über ein Drittel dieser Delikte, etwa 186.000, entfiel auf Wien. Besonders alarmierend sind die rund 85.400 öffentlich viel beachteten Delikte, die ebenfalls einen Rekordwert darstellen. In diesem Kontext ist es wichtig zu erwähnen, dass 2022 rund 43% der Tatverdächtigen und Verurteilten Ausländer waren. Dies hat in der Bevölkerung zu einer breiten Debatte über die Zuwanderung und deren Auswirkungen auf die Kriminalität geführt. Quelle

Die Polizeiliche Aufklärungsquote lag 2023 bei 52,3%, ein leichter Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Obwohl die Zahl der Straftaten steigt, zeigen Umfragen, dass 77% der Österreicher Vertrauen in die Polizei haben. Die Gründe für das Vertrauen variieren, doch die Mehrheit der Bevölkerung fordert eine stärkere Bekämpfung von Kriminalität, insbesondere von politisch motivierten Taten, die in den letzten Jahren zugenommen haben.

Die Rolle der Polizei und der Justiz

Die Bayerische Polizei bietet auf ihrer Webseite aktuelle Pressemitteilungen und ein Pressearchiv, das auch länger zurückliegende Ereignisse umfasst. Diese Berichte spiegeln den aktuellen Stand der polizeilichen Ermittlungen wider und ermöglichen eine Filterung nach regionalem Polizeiverband. Es ist wichtig, zu beachten, dass die Unschuldsvermutung für alle Beschuldigten, Betroffenen und Tatverdächtigen gilt, bis ein rechtskräftiges Urteil gefällt wurde. Quelle

In einer Zeit, in der die Kriminalität in Österreich eine besorgniserregende Dimension annimmt, bleibt es entscheidend, die Entwicklungen in der Strafverfolgung und die Maßnahmen der Polizei genau zu beobachten. Nur so können wir als Gesellschaft angemessen auf die Herausforderungen reagieren, die sich aus der steigenden Kriminalität ergeben.