In Ottakring sorgt ein Gerüst an der Kaserne in der Panikengasse für gemischte Gefühle. Anwohner äußern lautstark ihren Unmut über die unschöne Konstruktion direkt vor ihren Haustüren. Redakteur Lukas Ipirotis berichtet, dass dieses Gerüst installiert wurde, um zu verhindern, dass Teile der Fassade auf den Bürgersteig fallen. Die Kaserne wird bereits seit Jahren renoviert, doch viele Anwohner wünschen sich den raschen Beginn der Renovierungsarbeiten, um das unschöne Bild endlich zu beseitigen. Interessierte Leser können ihre Anliegen direkt an die Redakteure unter lukas.ipirotis@meinbezirk.at und ottakring@meinbezirk.at senden und so möglicherweise Gehör finden. Weitere Informationen finden Sie hier.
Doch das Gerüst in Wien ist nicht das einzige Bauprojekt, das derzeit für Aufmerksamkeit sorgt. Auch auf bundespolitischer Ebene stehen die Kasernen im Fokus. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat angekündigt, dass die Bundeswehr keine Liegenschaften mehr abgeben will, selbst wenn sie derzeit ungenutzt sind. Dies geschieht im Rahmen eines Neubauprojekts für Kasernen, das darauf abzielt, die Infrastruktur für die Ausbildung von Rekruten zu sichern und den Aufwuchs der stehenden Truppe zu fördern. Bis 2031 sollen mehr als 270 neue Kasernengebäude für rund 3,5 Milliarden Euro errichtet werden, vor allem in Ballungsräumen. Diese neuen Kasernen werden in Modulbauweise errichtet, inspiriert von erfolgreichen ausländischen Standorten der Bundeswehr, um schnell und kostengünstig zu bauen. Neben der Notwendigkeit des seriellen Bauens betont auch der bayerische Staatsminister für Bauen und Wohnen, Christian Bernreiter, die Wichtigkeit der Unterstützung durch beschleunigte Genehmigungsverfahren. Erfahren Sie hier mehr.
Infrastruktur für die Bundeswehr im Fokus
Die Bundeswehr hat einen enormen infrastrukturellen Bedarf, der nicht ignoriert werden kann. Ein Pilotprojekt, das „Bundeswehr-Bauprogramm Unterkünfte“ (BwBauProgU), wurde gestartet, um bis 2031 insgesamt 76 Unterkunftsgebäude für Soldatinnen und Soldaten zu errichten. Der offizielle Startschuss fiel am 25. Juni 2025 in der General-Steinhoff-Kaserne in Berlin. Dabei sollen etwa 7.150 moderne Unterkunftsstuben geschaffen werden, wobei die Bauprojekte auf einer einheitlichen Grundlage für Neubauten basieren, um größtmögliche industrielle Vorfertigung zu ermöglichen. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), die Eigentümerin aller Bundesgrundstücke und -gebäude ist, spielt hierbei eine entscheidende Rolle, indem sie die Bundeswehr bei ihren Infrastrukturvorhaben unterstützt. Hier erfahren Sie mehr über die Entwicklungen.
Die Notwendigkeit schnellerer und effizienterer Bauvorhaben wurde von Dr. Alexander Götz vom Bundesministerium der Verteidigung hervorgehoben. Es wird angestrebt, einmal zu planen und dann bundesweit mehrfach zu bauen, um den steigenden Anforderungen der Bundeswehr gerecht zu werden. Zusammen mit einem gemeinsamen Schwerpunkt auf Klimaschutz und der Einführung von Photovoltaikanlagen zeigt dies, dass die Infrastrukturprojekte der Bundeswehr weitreichende Auswirkungen auf die Region haben können – sowohl im Hinblick auf die Modernisierung der Liegenschaften als auch auf die Schaffung von Arbeitsplätzen.