Am 22. Februar 2026 fand eine Sitzung der Bezirksvertretung Ottakring statt, die von einem bewegenden Gedenken an die verstorbene FPÖ-Bezirksrätin Heike Nepras geprägt war. Mit einer Schweigeminute ehrten die Anwesenden die langjährige Mitarbeiterin der FPÖ Wien, die im Alter von 44 Jahren völlig unerwartet verstorben war. Heike Nepras, die seit 2006 für die FPÖ arbeitete und zuletzt als Büroleiterin von Landesparteiobmann Dominik Nepp tätig war, hinterlässt nicht nur eine Lücke in der Partei, sondern auch in der Gemeinschaft. Ihr plötzlicher Tod ereignete sich am Freitagabend und hat tiefe Trauer ausgelöst, unter anderem bei Bundesparteiobmann Herbert Kickl, der Nepras als engagierte und herzliche Person lobte.
Die Sitzung bot auch Raum für politische Diskussionen. So wurde ein Resolutionsantrag der FPÖ zur besseren Schutz von Christen und christlichen Einrichtungen im Bezirk abgelehnt. Kai Noah Straubinger, der Kommissionsvorsitzende der SPÖ, betonte die Wichtigkeit des Themas und forderte parteiübergreifende Anträge. Ein weiterer Antrag zur Umnutzung leer stehender Telefonzellen zu Defibrillationsstandorten fand ebenfalls nicht die notwendige Zustimmung. Gegen die Stimmen von ÖVP und FPÖ wurde der Antrag mehrheitlich abgelehnt. Trotz dieser politischen Auseinandersetzungen gab es auch positive Nachrichten.
Ein neues Konzept gegen Einsamkeit
Eine Idee zur Bekämpfung von Einsamkeit im Bezirk wurde während der Sitzung positiv aufgenommen: das Konzept eines „Plauderbankerls“ am Friedhof Ottakring. Die ÖVP stellte eine Anfrage zur Möglichkeit der Umsetzung dieses Projekts, das dazu dienen soll, soziale Isolation zu verringern. Bezirksrätin Eva Weißmann von der SPÖ begrüßte die Initiative und plant, Kontakte zur Pfarrcaritas herzustellen, um die Umsetzung voranzutreiben. Ein Einweihungsfest für das Plauderbankerl könnte in Betracht gezogen werden, wobei die genaue Umsetzung jedoch noch ungewiss ist.
Die Idee eines Plauderbankerls steht im Einklang mit den Bestrebungen der Plattform gegen Einsamkeit in Österreich, die 2021 gegründet wurde. Diese Plattform, die vom gemeinnützigen Verein Social City Wien initiiert wurde, hat es sich zur Aufgabe gemacht, Informationen und Ressourcen zur Bekämpfung von Einsamkeit bereitzustellen. Sie bietet ein wachsendes Netzwerk aus Expert*innen und Betroffenen, die sich gemeinsam für ein besseres gesellschaftliches Bewusstsein einsetzen.
Vernetzung und Unterstützung
Die Plattform unterstützt die Entwicklung von Kampagnen und Austauschformaten, um das Thema Einsamkeit in der Gesellschaft zu verankern. Zudem wird der GEMEINSCHAFTSPREIS vergeben, um Projekte gegen Einsamkeit zu honorieren. Diese Ansätze könnten auch bei der Umsetzung des Plauderbankerls hilfreich sein, da sie zusätzliche Ressourcen und Unterstützung bieten.
Insgesamt zeigt die Sitzung der Bezirksvertretung Ottakring, dass trotz politischer Differenzen ein gemeinsames Ziel besteht: die Verbesserung der Lebensqualität und die Bekämpfung der Einsamkeit in der Gemeinschaft. Die Initiativen rund um das Plauderbankerl könnten ein Schritt in die richtige Richtung sein und dazu beitragen, dass Menschen in Ottakring sich wieder näherkommen.