Die Wohnsituation in Wien wird immer herausfordernder. Aktuelle Daten aus dem Immobilienpreisspiegel zeigen, dass die Preise auf dem Wohnungsmarkt in der österreichischen Hauptstadt weiter gestiegen sind. Eigentumswohnungen, Reihenhäuser, Einfamilienhäuser und auch die Mietpreise sind betroffen. Laut der Fachgruppe der Immobilien- und Vermögenstreuhänder der Wirtschaftskammer Wien ist dieser Preisanstieg ein deutliches Signal für ein verknappendes Angebot.

Der Durchschnittspreis für gebrauchte Eigentumswohnungen hat mittlerweile 3.810,48 Euro pro Quadratmeter erreicht, was einem Anstieg von 3,2 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Neu gebaute Eigentumswohnungen kosten sogar durchschnittlich 5.430,61 Euro pro Quadratmeter (+2,68 %). Reihenhäuser und Einfamilienhäuser sind ebenfalls teurer geworden, mit Preisen von 3.193,87 Euro bzw. 3.327,35 Euro pro Quadratmeter. Auch die Mietpreise steigen: Die durchschnittliche Nettomiete für Mietwohnungen beträgt nun 11,81 Euro pro Quadratmeter (+2,07 %).

Dringender Handlungsbedarf

Die Experten sind sich einig: Die aktuelle Situation erfordert schnelles Handeln. Michael Pisecky, Obmann der Fachgruppe, hebt hervor, dass das Wohnungsangebot in Wien sich zunehmend verknappen könnte. Clemens Biffl, Sprecher der Bauträger, warnt vor einem Mangel an neuem Wohnraum sowie unzureichender Sanierung vorhandener Bestände. Der Immobilienpreisspiegel 2026 verdeutlicht, dass die Nachfrage das Angebot weiterhin übersteigt. Daher ist ein dringender Handlungsbedarf für Neubau, Sanierung und Nachverdichtung in Wien unabdingbar.

Die 37. Ausgabe des Immobilienpreisspiegels, die am 23. März 2026 vorgestellt wird, bietet einen umfassenden Überblick über die aktuellen durchschnittlichen Immobilienpreise auf Bezirksebene. Neben den Preisen für Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser enthält die Ausgabe auch Daten zu Mietpreisen für Büros und Geschäftslokale sowie Verkaufspreise für Baugrundstücke. Der Preis für das gedruckte Exemplar liegt für WKO-Mitglieder bei 49 Euro netto, für Nichtmitglieder bei 59 Euro netto.

Ein Blick auf die Zahlen

Die Immobilien-Durchschnittspreise in Österreich, wie sie auf regionaler Ebene ermittelt werden, spiegeln die Preisentwicklung wider, die sich auch in Wien zeigt. Diese Daten basieren auf Transaktionen von Privathaushalten und werden nach Bezirk sowie in neun Größenkategorien unterteilt. Durch ein Regressionsmodell werden die Preise der Vorjahre unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren wie Wohnflächen, Grundflächen und Lage bewertet. Diese Informationen sind nicht nur für Käufer und Verkäufer von Interesse, sondern auch zur Berechnung der Grunderwerbsteuer von Bedeutung.

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Die Situation auf dem Wiener Wohnungsmarkt bleibt angespannt. Während die Preise weiterhin steigen, ist es für viele Menschen eine Herausforderung, ein passendes Zuhause zu finden. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die erforderlichen Maßnahmen zur Schaffung neuen Wohnraums tatsächlich in die Gänge kommen oder ob die Preise weiter in die Höhe schießen.