Heute ist der 27.02.2026. Die sächsische Infrastrukturministerin Regina Kraushaar (CDU) drängt den Bundestag zu einer zügigen Befassung mit dem Neubau der Bahnstrecke von Dresden nach Prag. Die Planungsunterlagen wurden bereits vom Bundesverkehrsministerium an den Bundestag übergeben. Kraushaar betont die Dringlichkeit, schnelle Schritte einzuleiten und eine verlässliche Finanzierung im Bundeshaushalt sicherzustellen. Eile sei notwendig, um das Zeitfenster für EU-Förderung und die gemeinsame Umsetzung mit Tschechien offen zu halten. Die neue Bahnstrecke schließt eine zentrale Lücke im internationalen Schienenkorridor zwischen Berlin, Prag und Wien und soll die Reisezeit zwischen Dresden und Prag von 2,5 Stunden auf eine Stunde verkürzen.
Das Projekt umfasst einen 30 Kilometer langen Tunnel durch das Osterzgebirge, dessen Ziel es ist, den aktuellen Engpass im Elbtal zu beseitigen und die Anwohner vom Verkehrslärm zu entlasten. Die parlamentarische Befassung ermöglicht dem Bundestag ein Mitspracherecht bei Aus- und Neubauvorhaben des Bedarfsplans Schiene. Für die Fortführung des Vorhabens ist die Zustimmung des Bundestages erforderlich, um den Staatsvertrag mit der Tschechischen Republik zu unterzeichnen. Diese Informationen können in voller Tiefe auf der Webseite nachgelesen werden: diesachsen.de.
Finanzierungsfragen im Fokus
Regina Kraushaar führt zudem Gespräche bei der Europäischen Kommission in Brüssel, um die Förderung und Unterstützung für die Neubaustrecke Dresden-Prag zu sichern. Ein zentrales Thema dabei ist die Finanzierung der Strecke in der EU-Förderperiode 2028 bis 2034. Das Vorhaben gilt als wichtiges grenzüberschreitendes Bahnprojekt in Mitteleuropa und ist Teil des europäischen Kernnetzkorridors Rhein-Donau. Zukünftige Zugfahrten von Dresden nach Prag sollen nur noch eine Stunde in Anspruch nehmen; von Berlin nach Wien sind es dann nur noch vier Stunden. Die Staatsministerin hebt die Bedeutung der Neubaustrecke für die Wettbewerbsfähigkeit Europas hervor und betont die Notwendigkeit einer schnellen Anbindung an Tschechien.
Aktuell erfüllt die bestehende Strecke durch das Elbtal nicht mehr die Anforderungen und belastet die Anwohner. Sachsen hat das Projekt auf die europäische Agenda gebracht und strebt sowohl EU-Förderung als auch schnelle Fortschritte auf deutscher Seite an. Das Projekt ist seit Jahren ein Schwerpunkt der sächsischen Infrastrukturpolitik. Die EU unterstützt das Vorhaben seit fast 20 Jahren; in der laufenden Förderperiode bis 2027 fließen zweistellige Millionenbeträge in die Planung. Die Vorplanung und Variantenuntersuchung sollen im Frühjahr 2024 abgeschlossen werden.
Kooperation mit Tschechien
Der Staatsvertrag zwischen Deutschland und Tschechien ist bereits unterschriftsreif, und Tschechien hat seine Bereitschaft zur Unterzeichnung erklärt. Aktuell laufen Abstimmungen auf deutscher Seite zwischen dem Bundesverkehrsministerium, der Deutschen Bahn und dem Bundestag. Sachsen hat einen Antrag auf Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan gestellt und die Machbarkeit des Vorhabens belegt. Am 17. Oktober 2025 fand eine Informationsveranstaltung für Bundestagsabgeordnete und Vertreter der Deutschen Bahn statt, gefolgt von einer Entscheidung des Vorstands der Deutschen Bahn AG am 21. Oktober 2025. Das Projekt liegt derzeit im Bundesverkehrsministerium und soll dem Bundestag innerhalb weniger Wochen zugeleitet werden. Ein positives Votum im Bundestag würde zügige Schritte zur Finanzierung der Kosten ermöglichen.
Zusätzlich wird das Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Prag eine Ausstellung zur Neubaustrecke organisieren, an der Staatssekretärin Barbara Meyer am 6. November 2025 teilnehmen wird. Diese Entwicklungen zeigen, wie wichtig die neue Bahnstrecke für die wirtschaftliche und soziale Verknüpfung zwischen Deutschland und Tschechien ist.
Für weitere Details und die neuesten Entwicklungen zu diesem wichtigen Infrastrukturprojekt können Sie auf die offizielle Quelle zugreifen: medienservice.sachsen.de.