Am 5. März findet das 8. Klimagespräch mit dem Titel „Klimaschutz, die soziale Frage“ in der SPÖ Bezirksorganisation Mariahilf/Neubau in Wien statt. Von 18.30 bis 21 Uhr sind Interessierte eingeladen, sich über die Auswirkungen der globalen Klimaerwärmung auf verschiedene gesellschaftliche Bereiche zu informieren und zu diskutieren. Der Eintritt ist frei, und die Erreichbarkeit ist über die U3 (Haltestelle Zieglergasse) sowie die Straßenbahnlinie 5 (Haltestelle Stollgasse) gegeben. Für weitere Informationen können Interessierte sich an christian.kaiserseder@@spoe-ti.at wenden.
Die Diskussionsrunde wird von Christian Kaiserseder und David Steiner moderiert und umfasst namhafte Experten, darunter Julia Herr, die SPÖ-Klimasprecherin, Hans-Peter Hutter, Umweltmediziner an der MedUni Wien, sowie Astrid Schöggl von der Arbeiterkammer Wien. Ein zentrales Thema wird die durchschnittliche globale Klimaerwärmung sein, die bereits bei etwa 1,5°C liegt, während Österreich mit rund 3°C deutlich stärker betroffen ist. In der Diskussion werden Themen wie Gesundheit, Lebensmittelversorgung, Wasserversorgung, leistbares Leben und die Arbeitswelt behandelt.
Gesundheitliche Auswirkungen des Klimawandels
Der Klimawandel ist nicht nur ein ökologisches, sondern auch ein gesundheitliches Problem. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bezeichnet ihn als „die größte Gesundheitsbedrohung für die Menschheit“ (2021). Besonders in Deutschland stehen gesundheitliche Herausforderungen durch Hitze im Fokus. Diese kann erhebliche Auswirkungen auf das Herz-Kreislaufsystem haben und zu Morbidität und Mortalität beitragen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Personen mit Vorerkrankungen, Schwangere sowie marginalisierte Bevölkerungsgruppen mit geringem sozioökonomischen Status.
Das Robert Koch-Institut (RKI) hat verschiedene Projekte initiiert, um die Hitzeübersterblichkeit in Deutschland zu bestimmen und die Methodik zur Schätzung dieser Sterbefälle weiterzuentwickeln. Eine abteilungsübergreifende Arbeitsgruppe für Klimawandel und Gesundheit wurde ins Leben gerufen, um die wissenschaftliche Arbeit in diesem Bereich zu bündeln. Diese Bemühungen sind notwendig, da der Klimawandel die menschliche Gesundheit auf vielfältige Weise beeinflusst, etwa durch Extremwetterereignisse wie Dürren und Hitzewellen, die das Risiko der Exposition gegenüber bestimmten Pathogenen erhöhen und indirekte Auswirkungen auf die psychische Gesundheit haben können.
Indirekte Risiken und soziale Determinanten der Gesundheit
Die gesundheitlichen Risiken des Klimawandels sind nicht nur physischer Natur. Der Klimawandel beeinflusst auch soziale Determinanten der Gesundheit, wie den Zugang zu medizinischer Versorgung. Diese Veränderungen können die Qualität und Quantität von Trinkwasser und Lebensmitteln beeinträchtigen und somit auch die Gesundheit der Bevölkerung negativ beeinflussen. Zudem ist mit einem veränderten Auftreten von biologischen Allergenen wie Pollen zu rechnen, was Allergikern das Leben zusätzlich erschwert.
Darüber hinaus kann eine Zunahme von tierischen Krankheitsüberträgern wie Zecken und Stechmücken beobachtet werden, was weitere gesundheitliche Risiken birgt. Die International Association of Public Health Institutes (IANPHI) betrachtet den Klimawandel als eine der größten globalen Herausforderungen im Bereich Public Health und fordert nationale Institutionen auf, aktiv zu werden.
Die Diskussion beim Klimagespräch wird somit nicht nur die aktuellen Herausforderungen thematisieren, sondern auch Wege aufzeigen, wie Gesellschaft und Politik auf diese drängenden Fragen reagieren können. Die Zeit zu handeln ist jetzt, um die Gesundheit der Bevölkerung auch in Zeiten des Klimawandels zu sichern.
Für mehr Informationen zu den gesundheitlichen Auswirkungen des Klimawandels und das Engagement des RKI in diesem Bereich, besuchen Sie bitte die Website des Robert Koch-Instituts.
Zusätzlich können Sie auf die umfassende Analyse der gesundheitlichen Risiken durch den Klimawandel auf der Website des Umweltbundesamtes zugreifen.
Wir freuen uns auf eine spannende Diskussion und hoffen, dass viele Interessierte am 5. März dabei sein werden!