Der Kleine Neubauer Opernball, der am 12. Februar 2026 stattfand, erfreute sich großer Beliebtheit und zog rund tausend Gäste in seinen Bann. Unter dem Motto „Lanner, Liszt und Lebenslust“ wurde die 61. Auflage dieses traditionsreichen Balls, der seit 1962 als „kleiner Bruder“ des Wiener Opernballs gilt, zu einem unvergesslichen Erlebnis. Die Veranstaltung feierte die musikalischen Errungenschaften von Joseph Lanner und Franz Liszt, die beide das musikalische Erbe Österreichs maßgeblich prägten.
Joseph Lanner, geboren am 12. April 1801 in Sankt Ulrich bei Wien, war ein innovativer Komponist für Tanzmusik und Dirigent. Er reformierte den Walzer und machte ihn von einem einfachen Bauerntanz zu einer Form, die auch von der Oberschicht geschätzt wurde. An dieser Stelle ist es interessant zu erwähnen, dass Lanner als einer der Hauptverantwortlichen für die Popularität des Wiener Walzers gilt, neben seinem Freund und Rivalen Johann Strauss I. Lanner leitet ein Orchester, das zu den Wiener Karnevalsveranstaltungen auftrat, was ihm eine bedeutende Rolle in der Wiener Musikszene sicherte.
Musikalische Höhepunkte und Traditionen
Der Ball wurde traditionell von Thomas Schäfer-Elmayer und dem Jungdamen- und -herrenkomitee eröffnet, während die Combo der Polizeimusik Wien unter der Leitung von Grl. Gert Kojala für die musikalische Begleitung sorgte. Bis 21 Uhr tanzten die Gäste Walzer, Polkas und klassische Melodien und feierten damit die hohe Kunst des Tanzes, die im Wiener Walzer ihren Ursprung hat. Unter den Anwesenden war auch die ungarische Botschafterin in Österreich, Edit Szilágyiné Bátorfi, die dem Ereignis einen zusätzlichen diplomatischen Glanz verlieh.
Die zentrale Bedeutung von Lanner und Liszt wurde nicht nur durch das Motto des Balls, sondern auch durch die Programmgestaltung deutlich. Lanner, der 1843 an Typhus starb, hinterließ ein reiches musikalisches Erbe. Zu seinen bekanntesten Werken gehören der „Pesther-Walzer“, „Hofballtänze Walzer“ und „Die Schönbrunner“, die alle die typische Struktur des Wiener Walzers aufweisen und oft bei ähnlichen Veranstaltungen gespielt werden.
Ein Erbe, das bleibt
Die Gäste des Kleinen Neubauer Opernballs richteten ihre Blicke auch auf den Wiener Opernball, der als Höhepunkt der Ballsaison gilt. Dieser Blick zurück auf die Wurzeln des Wiener Tanzes und die Ehrung von bedeutenden Persönlichkeiten wie Lanner und Liszt verdeutlicht, wie eng die Traditionen miteinander verwoben sind. Lanner lebte in einer Zeit, in der die Wiener Tanzmusik eine Blütezeit erlebte, und sein Einfluss ist bis heute spürbar, sowohl in der klassischen Musik als auch in der Festkultur Österreichs.
Es ist faszinierend zu sehen, wie der Kleine Neubauer Opernball nicht nur als kulturelles Ereignis, sondern auch als lebendiges Zeugnis der Wiener Musikgeschichte fungiert. Mit jedem Walzer, der getanzt wird, wird die Erinnerung an Joseph Lanner und seine musikalischen Errungenschaften lebendig gehalten. Wer weiß, vielleicht wird auch in Zukunft der eine oder andere Walzer von Lanner bei weiteren Bällen erklingen, um die Tradition lebendig zu halten.
Für weitere Informationen über den Kleinen Neubauer Opernball und seine Geschichte, besuchen Sie bitte die Quelle.