Heute ist der 19.04.2026. In Meidling, einem Stadtteil von Wien, hat die Künstlerin Agnes Heginger ihren Ursprung. Geboren 1973 in Klagenfurt, verbrachte sie ihre Kindheit in Wien und begann bereits in jungen Jahren, ihre Liebe zur Musik zu entdecken. Mit einer klassischen Gesangsausbildung am Konservatorium der Stadt Wien und einem Jazzstudium an der Grazer Kunstuniversität hat sie sich ein breites musikalisches Fundament erarbeitet.
Heginger ist bekannt für ihre Vielseitigkeit und die Fähigkeit, zwischen verschiedenen musikalischen Genres zu wechseln. Sie bewegt sich mühelos zwischen Alter Musik, Jazz, zeitgenössischer Musik und Pop. Ihre Stimme ist nuancenreich und kraftvoll, was sie zu einer gefragten Künstlerin in der Musikszene macht. Während ihrer Karriere hat sie mit zahlreichen renommierten Musikern zusammengearbeitet, darunter Jazzpianist Fritz Pauer, mit dem sie ihre Lust an der Improvisation entdeckte, sowie Christian Muthspiel, Paul Gulda und vielen anderen.
Vielfältige Projekte und Kooperationen
Agnes Heginger hat mehrere eigene Bands gegründet, wie die „Agnes Heginger Band“ und das 2022 ins Leben gerufene „Agnes Heginger Quintett“. Zudem arbeitete sie im Sextett Pago Libre und im Ensemble von Paul Gulda, was ihren experimentellen Ansatz im Jazz unterstreicht. Im Trio mit Christoph Cech (Klavier) und Peter Herbert (Bass) erkundete sie die Grenzen des experimentellen Jazz, während sie mit dem Plasmic Quartett neue Wege in der Improvisationsmusik ging.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ihrer Arbeit ist die Verbindung von Literatur und Musik. Heginger hat sich intensiv mit der Vertonung von Texten österreichischer und deutscher Autoren beschäftigt. Ihr Projekt „Verrückung“, in dem sie Lyrik der Kärntner Dichterin Christine Lavant vertont, wurde 2015 als CD veröffentlicht. Ihre musikalische Kooperation mit Elektronik-Komponisten wie Karlheinz Essl zeigt ihre Offenheit für avantgardistische Ansätze.
Lehrtätigkeit und Auszeichnungen
Als erfahrene Dozentin war Heginger an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz tätig und unterrichtete auch an der Swiss Jazz School sowie am Jazz-Institut Berlin. Ihre vielfältigen Erfahrungen und ihr Wissen gibt sie mit viel Leidenschaft an die nächste Generation von Musikern weiter.
Ein besonderes Highlight ihrer Karriere war die Mitwirkung an der Produktion „platzDADA“ mit dem Pago Libre Sextett, die 2009 mit dem Preis der Deutschen Schallplattenindustrie ausgezeichnet wurde. Auch ihre Zusammenarbeit mit Georg Breinschmid, insbesondere im Duo und bei Projekten wie „Dod, I glog dei Bosheit au“, zeigt, wie eng sie mit der österreichischen Musikszene verbunden ist.
Agnes Heginger bleibt eine prägende Figur in der Musiklandschaft, die durch ihre vielfältigen Projekte und Kooperationen nicht nur das Wiener Musikleben bereichert, sondern auch international Anerkennung findet. Ihre Kunst ist ein faszinierendes Zusammenspiel von Klang und Text, das immer wieder neue Wege findet, das Publikum zu begeistern.