In der Josefstadt gibt es aktuell einen wachsenden Bedarf an Fahrradbügeln, wie die Sozialdemokratische Partei Österreichs (SPÖ) festgestellt hat. In einer jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung wurde ein Antrag zur Errichtung zusätzlicher Abstellmöglichkeiten für Fahrräder einstimmig der Mobilitätskommission zugewiesen. Die SPÖ schlägt mehrere Standorte vor, darunter die Ecke Daungasse/Laudongasse, die Alser Straße zwischen Feldgasse und Trude-Waehner-Platz sowie den Friedrich-Schmidt-Platz 5. Die Magistratsabteilung für Straßenverwaltung (MA 28) ist nun beauftragt, die Machbarkeit der Vorschläge zu prüfen und die Ergebnisse der Mobilitätskommission zur weiteren Beratung vorzulegen. Bezirksvorsteher-Stellvertreterin Eva Krennbauer betont die Notwendigkeit, die Infrastruktur an die steigende Zahl von Radfahrern anzupassen, um Konflikte im öffentlichen Raum zu vermeiden, die durch fehlende Abstellplätze entstehen können. Die MA 28 arbeitet bereits an Maßnahmen zur nachhaltigen Gestaltung des öffentlichen Straßenraums.

Fehlende Abstellplätze sind nicht nur ein Ärgernis für Radfahrer, sondern führen auch dazu, dass Fahrräder an ungeeigneten Orten abgestellt werden. Das beeinträchtigt den Verkehrsfluss und die Sicherheit im Stadtbild. Ein positiver Abschluss der Prüfungen für die drei vorgeschlagenen Standorte könnte in den nächsten Wochen zu einer schnellen Umsetzung führen, was für die Radfahrgemeinschaft in der Josefstadt eine willkommene Verbesserung darstellen würde. Der Antrag zeigt, dass der öffentliche Raum zunehmend für nachhaltige Verkehrsmittel wie das Fahrrad geöffnet wird und dass die Stadtplanung die Bedürfnisse der Bürger ernst nimmt.

Fahrradbügel beantragen: Ein Blick über die Stadtgrenzen

Interessanterweise ist die Errichtung von Fahrradbügeln nicht nur in der Josefstadt ein Thema. In Bremen beispielsweise sind die Bürgerinnen und Bürger aufgefordert, Anträge zur Aufstellung von Fahrradbügeln im öffentlichen Verkehrsraum zu stellen. Das Amt für Straßen und Verkehr (ASV) ist dort für die Aufstellung und Unterhaltung dieser Abstellmöglichkeiten zuständig. Die Anträge können formlos per E-Mail eingereicht werden, wobei eine genaue Angabe des Wunschortes hilfreich ist. Es gibt jedoch einige Einschränkungen: Anträge von Gewerbetreibenden werden nicht berücksichtigt, und Fahrradbügel können nur im öffentlichen Verkehrsraum aufgestellt werden.

Die Bearbeitungszeit der Anträge variiert je nach Komplexität des Falls. Während einfache Anträge schnell bearbeitet werden können, benötigen komplexere Fälle möglicherweise die Beteiligung von Ortsämtern oder Stadtplanung. Entscheidungsfaktoren für die Aufstellung sind Platzverhältnisse, Sicherheitsabstände und stadtplanerische Gründe, was zeigt, dass die Stadtplanung in der Tat sorgfältig abgewogen werden muss. Ein gesetzlicher Anspruch auf die Errichtung von Fahrradbügeln im öffentlichen Raum besteht jedoch nicht.

Bundesmittel für Radverkehrsinfrastruktur

Um die Radverkehrsinfrastruktur in Deutschland weiter zu verbessern, können seit 2021 Länder und Gemeinden Bundesmittel vom Bundesministerium für Verkehr (BMV) beantragen. Das Finanzhilfe-Sonderprogramm „Stadt und Land“ wurde bis 2030 verstetigt und stellt insgesamt rund 1,9 Milliarden Euro zur Verfügung. Von diesem Betrag sind ca. 180 Millionen Euro für den Haushalt 2025 eingeplant. Über 3.500 Maßnahmen wurden bereits bundesweit im Programm bestätigt, mit dem Ziel, den Verkehr auf das Fahrrad zu verlagern, insbesondere in ländlichen Regionen.

Die bereitgestellten Finanzhilfen sollen Investitionen in die Fahrradinfrastruktur unterstützen, um die Attraktivität und Sicherheit des Radfahrens zu erhöhen. Geförderte Maßnahmen umfassen den Neubau, Umbau und Ausbau von Radverkehrsnetzen, die Schaffung von eigenständigen Radwegen sowie die Einrichtung von Abstellanlagen und Fahrradparkhäusern. Damit zeigt sich, dass die Förderung nachhaltiger Verkehrsmittel nicht nur eine lokale, sondern auch eine bundesweite Priorität hat, die durch eine angemessene Verteilung der Mittel zwischen urbanen und ländlichen Regionen ergänzt wird.

Für die Josefstadt ist es nun an der Zeit, diese Entwicklungen aufzugreifen und die Infrastruktur entsprechend anzupassen. Die Vorschläge der SPÖ sind ein erster Schritt in die richtige Richtung und könnten, wenn sie umgesetzt werden, dazu beitragen, das Radfahren in der Stadt noch attraktiver zu machen. Für weitere Informationen zu den geplanten Fahrradbügeln in der Josefstadt können Sie die Quelle hier einsehen. Die Möglichkeiten zur Stellung eines Antrags in Bremen finden Sie ebenfalls hier. Informationen zu den Bundesmitteln sind auf der Website des BMV zu finden: hier.