Heute ist der 8.02.2026 und die Diskussionen um die Umgestaltung des Margaretenplatzes sind nach wie vor in vollem Gange. Die Ergebnisse der Bürgerbefragung zum Margaretenplatz wurden Ende März 2025 veröffentlicht und zeigen deutlich, dass die Bevölkerung ein starkes Interesse an einer Neugestaltung hat. Die Umgestaltung ist zwar geplant, doch gibt es Verzögerungen, die unter anderem durch eine Budgetkrise in Wien bedingt sind, die zu Einsparungen und Streichungen von Fördergeldern führt. Die Bezirksvorstehung hat bekannt gegeben, dass der Bürgerbeteiligungsprozess bis 2026 abgeschlossen werden soll, doch die SPÖ Margareten kritisiert diese Verzögerungen und wirft der Bezirksvorstehung vor, das Projekt hinauszuzögern. Auf der anderen Seite betont die Grüne Bezirksvorstehung, dass der Margaretenplatz lebendig sei und bereits Interessierte für Geschäftsflächen existieren.

Die Bürgerinnen und Bürger haben in der Befragung klare Prioritäten identifiziert. Von den 786 gesammelten Stimmen wünscht sich die Mehrheit mehr Grünflächen, konsumfreie Aufenthaltsmöglichkeiten und eine Reduzierung des Autoverkehrs. Über 65 Prozent der Teilnehmer forderten zusätzliche Bäume und mehr Schattenplätze. Besonders wichtig ist auch der Wunsch nach Entsiegelung von Flächen, um die Klimaresistenz zu verbessern. Nur 18 Prozent der Befragten nutzen das Grätzl regelmäßig mit dem Auto oder Motorrad, während 90 Prozent zu Fuß unterwegs sind und 58 Prozent öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Diese Einsichten werden in die Planung einfließen und zielen darauf ab, eine lebenswertere Umgebung zu schaffen, die den Klimawandel berücksichtigt und soziale Begegnungen fördert.

Geplante Maßnahmen und Herausforderungen

Zu den geplanten Maßnahmen gehören breitere Gehsteige, bessere Querungsmöglichkeiten und sichere Radwege, während die Linienführung der Busse unverändert bleiben soll. Ladezonen für Gewerbetreibende sollen ebenfalls erhalten bleiben. 52 Prozent der Befragten gaben an, täglich am Margaretenplatz zu sein, während 28 Prozent mehrmals pro Woche dort verweilen. Trotz der hohen Zustimmung für eine Umgestaltung bleibt der Leerstand im Bezirk Margareten hoch und Traditionsbetriebe wie das Café Romeo schließen. Die Umgestaltung des Platzes hängt jedoch stark von der finanziellen Unterstützung der Stadt Wien ab, die ursprünglich Investitionen in Höhe von etwa sechs Millionen Euro pro Jahr vorsah.

Die Bürgerbeteiligung zur Neugestaltung des Margaretenplatz-Grätzls ist ein wichtiger Schritt, um die Belange der Anwohner zu berücksichtigen und zeigt, wie essenziell die Mitbestimmung für die künftige Gestaltung öffentlicher Räume ist. Die Ergebnisse der Befragung werden in das Leitbild für die zukünftige Gestaltung des Grätzls einfließen und könnten somit entscheidend für die Entwicklung des Platzes sein. Die Herausforderung bleibt jedoch, die notwendigen finanziellen Mittel zu sichern und die verschiedenen Interessen der Bevölkerung zu harmonisieren, um den Margaretenplatz zu einem lebendigen und einladenden Ort für alle zu machen.

Weitere Informationen und Hintergründe zur Thematik sind auf meinbezirk.at sowie auf kosmo.at nachzulesen.