In Margareten hat ein neues „Café wider das Vergessen“ eröffnet, das sich an Betroffene und Angehörige von Demenzkranken richtet. Dieses innovative Angebot zielt darauf ab, einen Raum für Austausch und Unterstützung zu schaffen. Bei Kaffee und Snacks können Besucher nicht nur ihre Erfahrungen teilen, sondern auch praktische Tipps erhalten, um besser mit der Erkrankung umzugehen. Kurze Vorträge und Übungen vermitteln dabei wertvolles Wissen über den Umgang mit Demenz.

Der Bezirksvorsteher Michael Luxenberger betont die Wichtigkeit, dass Demenz kein Tabuthema sein darf. „Café wider das Vergessen“ wird alle zwei Monate angeboten, die nächsten Termine sind der 17. März, 12. Mai und 7. Juli, jeweils von 14 bis 16 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos, und Interessierte können sich unter post05@wien.gv.at anmelden. Die Initiatorin Katharina Süssenbacher, die als Beauftragte für ein demenzfreundliches Margareten fungiert, verfolgt mit der Veranstaltungsreihe das Ziel, Bewusstsein für Demenz zu schaffen und Ängste abzubauen. Die Bezirksvorsteher-Stellvertreterin Petra Tierscherl hebt außerdem die Herausforderungen hervor, denen sich Angehörige gegenübersehen.

Gemeinschaft und Unterstützung im Umgang mit Demenz

Ein weiteres Beispiel für die Unterstützung von Menschen mit Demenz ist das Café Malta, das in Deutschland an fast 50 Standorten verfügbar ist. Hier haben Menschen mit beginnender Demenz die Möglichkeit, in kleinen Gruppen zusammenzukommen. Das Programm orientiert sich an wiederkehrenden Themen, wie den Jahreszeiten, um Struktur und Sicherheit zu vermitteln. Aktivitäten wie Gedächtnis- und Bewegungsübungen, musikalische Angebote und kreatives Gestalten fördern nicht nur die Gemeinschaft, sondern helfen auch, vergessene oder unbekannte Fähigkeiten der Gäste zu reaktivieren. Die Leitung erfolgt durch Fachkräfte und geschulte Ehrenamtliche, die zudem eine individuelle Begleitung in kleinen Gruppen anbieten.

Für Angehörige stellt das Café Malta eine wertvolle Entlastung dar, indem sie für einige Stunden Unterstützung erhalten. Interessierte können sich auf der Webseite der Malteser informieren und ihre Postleitzahl eingeben, um lokale Angebote zu finden.

Wichtige Unterstützungsangebote für Angehörige

Ein offener Umgang mit der Krankheit Demenz ist entscheidend, insbesondere im Familienkreis. Gemeinsame Gespräche über anstehende Aufgaben und deren Übernahme sind wichtig, um die Herausforderungen besser zu bewältigen. Freunde können ebenfalls eine wertvolle Unterstützung bieten, wenn sie über konkrete Hilfsangebote informiert werden. Zu den möglichen Unterstützungsangeboten gehören Erledigungen, Begleitdienste zu Behördengängen und regelmäßige Besuche, um die pflegenden Angehörigen zu entlasten.

Es gibt zahlreiche Unterstützungs- und Entlastungsangebote, die von verschiedenen Trägern bereitgestellt werden. Die Kostenübernahme durch die Pflegeversicherung ist in vielen Fällen möglich. Die Angebote umfassen Beratung für Menschen mit Demenz und Angehörige, Gruppen für Menschen mit beginnender Demenz, Angehörigengruppen, Seminare für pflegende Angehörige, Alltagshelfer, Betreuungsgruppen, Tagespflege sowie ambulante Pflegedienste und Haushaltshilfen.

Weitere Informationen und Angebote finden sich auf der Webseite der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, die zahlreiche Ressourcen bereitstellt, um Betroffenen und deren Angehörigen zu helfen, die Herausforderungen dieser Erkrankung zu meistern. Der offene Austausch und die Unterstützung durch die Gemeinschaft sind essenziell, um demenziell erkrankten Menschen ein würdevolles Leben zu ermöglichen.