Heute ist der 25.02.2026 und in Wien tut sich einiges in Sachen Radverkehr. Die Stadt hat eine umfassende Radwegoffensive ins Leben gerufen, die bis 2026 die Schaffung von 33 neuen Projekten umfasst. Ziel ist es, etwa 12,5 Kilometer des bestehenden Radwegnetzes auszubauen. Ein besonderer Fokus liegt auf den Bezirken Floridsdorf und Liesing, wo zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Radinfrastruktur geplant sind. Mobilitätsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) hebt hervor, dass die Fortsetzung großer Radachsen und das Schließen von Lücken im Netz, wie beispielsweise auf der Brünner Straße, eine zentrale Rolle spielen werden. Kosteneffiziente Bauweisen und zusätzliche Begrünung sind ebenfalls Teil der Pläne, die darauf abzielen, die Lebensqualität in der Stadt zu steigern und den Radverkehr zu fördern.
Ein konkretes Beispiel für die Maßnahmen in Floridsdorf ist der Bau eines Zwei-Richtungs-Radwegs zwischen Am Spitz und der Karl-Schäfer-Straße, der mit einer Länge von 1.060 Metern den bestehenden Radweg auf der Floridsdorfer Hauptstraße ergänzt. Außerdem wird ein ostseitiger Ein-Richtungs-Radweg zwischen der Katsushikastraße und der Karl-Schäfer-Straße zu einem Zwei-Richtungs-Radweg ausgebaut. In Liesing wird zudem ein neuer Zwei-Richtungs-Radweg vom Herbert-Mayr-Park bis zum Liesinger Platz entstehen und der 1,4 Kilometer lange Radweg zwischen Atzgersdorf und dem Bahnhof Liesing wird im Zuge der Renaturierung des Liesingsbaches verlegt und verbreitert. In Liesing werden außerdem vier neue Bäume gepflanzt und Flächen entsiegelt, was zur Verbesserung des Stadtklimas beiträgt.
Reaktionen und Herausforderungen
Trotz der ambitionierten Pläne gibt es auch kritische Stimmen. Roland Romano von der Radlobby Wien äußert Bedenken, dass die Umsetzung der Pläne unzureichend sei. Auch die FPÖ kritisiert die Radwegepläne als „Frontalangriff auf Autofahrer“ und warnt vor dem Verlust von mindestens 1.500 Parkplätzen. Diese Diskussion verdeutlicht die Spannungen, die oft zwischen verschiedenen Verkehrsträgern in urbanen Räumen bestehen. Die Stadt ist gefordert, einen Ausgleich zu finden, der sowohl den Bedürfnissen der Radfahrer als auch der Autofahrer gerecht wird.
Die Radwegoffensive ist jedoch nicht auf Floridsdorf und Liesing beschränkt. Insgesamt sind im gesamten Stadtgebiet viele weitere Maßnahmen geplant. So werden beispielsweise in den Bezirken 1010, 1020 und 1030 neue Radwege in verschiedenen Längen und Ausrichtungen geschaffen. Die Dominikanerbastei in 1010 wird mit einem 160 Meter langen, fahrradfreundlichen Straßenabschnitt aufgewertet, während in 1020 die Obere Donaustraße mit einem Zwei-Richtungs-Radweg von 410 Metern Länge versehen wird. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, ein zusammenhängendes und sicheres Radverkehrsnetz zu schaffen.
Investitionen für die Zukunft
Wien investiert in dieser Legislaturperiode nicht weniger als 100 Millionen Euro in den Ausbau der Radinfrastruktur. Diese Investitionen zielen darauf ab, den Radverkehr zu fördern und damit sowohl das Klima als auch die Lebensqualität in der Stadt zu verbessern. Geplante Radverbindungen, wie der Mega-Radhighway von der Innenstadt bis in den 22. Bezirk und der Radhighway Süd vom Ring bis zur südlichen Stadtgrenze in Favoriten, sind nur einige der Maßnahmen, die in den kommenden Jahren umgesetzt werden sollen. Darüber hinaus bietet eine interaktive Tour durch die Stadt die Möglichkeit, die neuesten Radwege Wiens zu entdecken und zu erleben.
Mit diesen Entwicklungen wird Wien nicht nur zu einer fahrradfreundlicheren Stadt, sondern zeigt auch ein klares Bekenntnis zur nachhaltigen Mobilität. Die Radwegepläne sind Teil eines umfassenderen Ziels, das die Stadt verfolgt: sichere und hochwertige Radverbindungen zu schaffen, die nicht nur den Radfahrern, sondern auch der gesamten Bevölkerung zugutekommen. Weitere Informationen zu den geplanten Maßnahmen finden Sie in der Quelle hier sowie in der Quelle hier. Für eine umfassende Übersicht über das Radwegenetz und die geplanten Investitionen können die interessierten Bürgerinnen und Bürger die interaktive Karte der Stadt nutzen, die unter diesem Link verfügbar ist.