Im 23. Bezirk von Wien, genauer gesagt in Liesing, wurde ein vier Monate alter Welpe namens Atsu in einem alarmierenden Zustand gefunden. Er lag schwer verletzt neben einem Müllraum und musste sofort in eine Tierklinik gebracht werden, wo die ersten Maßnahmen zur Stabilisierung eingeleitet wurden. Atsu hat einen Bruch des Unterschenkels, der durch massive Gewalteinwirkung verursacht wurde. Die genaue Umstände seines Leidens sind unklar – es steht noch zur Debatte, ob er angefahren wurde oder ob ihm absichtlich Gewalt angetan wurde. Die Operation zur Stabilisierung des Bruchs verlief jedoch erfolgreich und erste Nachkontrollen zeigen positive Ergebnisse. Atsu erhält Schmerzmittel und Antibiotika, während sein Verband regelmäßig kontrolliert wird. Allerdings ist für den kleinen Kerl das Schonen eine große Herausforderung.
Atsu trägt einen Mikrochip, der jedoch nicht registriert ist. Dies führt dazu, dass bislang kein Besitzer ermittelt werden konnte. Es ist gesetzlich vorgeschrieben, dass Hunde in Österreich gechippt und in der Heimtierdatenbank registriert werden. Das TierQuarTier sowie das Veterinäramt der Stadt Wien bitten die Bevölkerung um Mithilfe bei der Identifizierung des Welpen. Hinweise zur Herkunft von Atsu können beim Fundservice für Haustiere unter der Telefonnummer 01/4000-8060 abgegeben werden. Leider hat sich bislang niemand nach dem Welpen erkundigt.
Die rechtlichen Rahmenbedingungen
Die Situation rund um Atsu wirft ein Licht auf die gesetzlichen Vorgaben in Österreich zur Kennzeichnung und Registrierung von Haustieren. Hunde müssen, wie gesetzlich festgelegt, bis zur 12. Lebenswoche mit einem Mikrochip versehen und in der bundesweiten Heimtierdatenbank registriert werden. Diese Datenbank wird vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz bereitgestellt. Der Mikrochip, der von Tierärzten eingesetzt wird, enthält einen individuellen Zifferncode, der mit den Halterdaten verknüpft sein muss. Dies soll nicht nur helfen, vermisste Tiere schnell zu identifizieren, sondern auch die Verantwortung der Haustierbesitzer zu fördern.
Das Aussetzen von Tieren in Österreich ist gesetzlich verboten und kann mit Geldstrafen von bis zu 7.500 Euro geahndet werden. Diese Regelungen sind nicht nur wichtig, um das Wohl der Tiere zu schützen, sondern auch, um die Gesellschaft für die Verantwortung gegenüber Haustieren zu sensibilisieren.
Hilfe für verletzte Tiere
Im TierQuarTier Wien, wo auch Atsu behandelt wird, werden regelmäßig verletzte Tiere aufgenommen. Betriebsleiter Thomas Benda äußert, dass solche Fälle, insbesondere bei jungen Welpen, besonders tragisch sind. Das TierQuarTier bietet moderne Tierbetreuung und medizinische Versorgung für Tiere in Not. Die Hilfe, die dem kleinen Atsu zuteilwurde, ist ein Beispiel für das Engagement, das Tierschutzorganisationen täglich leisten.
In der Hoffnung, dass sich der Zustand von Atsu weiter verbessert, bleibt abzuwarten, ob sich auch ein Besitzer meldet, der für den kleinen Welpen Verantwortung übernehmen kann. Bis dahin bleibt der Appell an die Öffentlichkeit, auf die Herkunft des verletzten Welpen hinzuweisen, um ihm ein sicheres und liebevolles Zuhause zu ermöglichen. Es ist ein trauriges Beispiel, das uns alle daran erinnert, wie wichtig die Registrierung von Haustieren ist und wie wir als Gesellschaft Verantwortung für unsere tierischen Mitbewohner übernehmen müssen. Weitere Informationen zu Atsu und der Situation verletzter Tiere in Wien können auf den Webseiten des TierQuarTiers und MeinBezirk nachgelesen werden.