In Liesing, einem Stadtteil von Wien, hat die Isodaem GmbH mit einem Spatenstich den Startschuss für eine neue Produktionsanlage gegeben. Diese Investition von rund 12 Millionen Euro bis 2030 wird nicht nur die Produktionskapazitäten des Unternehmens erweitern, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Schaffung neuer Arbeitsplätze leisten. Auf einer Fläche von etwa 10.000 Quadratmetern entstehen eine moderne Produktionshalle, ein Logistikzentrum und ein Schulungszentrum. Damit werden rund 40 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen, was die derzeitige Belegschaft von mehr als 60 Mitarbeitenden, von denen 45 in Wien tätig sind, weiter verstärkt. Diese Informationen stammen von meinbezirk.at.
Die geplanten Produkte umfassen Blechsysteme für die Bereiche Kälte-, Klima- und Heizungstechnik sowie beschichtete Brandschutzplatten. Die Wirtschaftsagentur Wien unterstützt dieses Projekt mit 700.000 Euro an Fördermitteln, die speziell für den Bau der neuen Einrichtungen und die Anschaffung moderner Fertigungsanlagen vorgesehen sind. Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak betonte die Bedeutung dieser neuen Arbeitsplätze und die Notwendigkeit moderner Produktionsstrukturen. Auch Gerald Bischof, der Bezirksvorsteher, hebt die Investition in die Ausbildung zukünftiger Fachkräfte hervor, was für die Region von großer Wichtigkeit ist.
Nachhaltige Technologien und wirtschaftliche Impulse
Die neue Produktionsstätte wird nicht nur auf Effizienz ausgelegt sein, sondern auch nachhaltige Technologien integrieren. Dazu gehören Photovoltaikanlagen, E-Ladestationen und eine Hackschnitzelanlage. Geschäftsführer Ronald Zolly sieht in dieser Erweiterung einen entscheidenden Schritt, um die Wettbewerbsfähigkeit von Isodaem zu stärken und die Ausbildung künftiger Fachkräfte zu fördern. NEOS-Wirtschaftssprecher Markus Orning bezeichnet das Projekt als Signal für den wirtschaftlichen Aufschwung in Wien, während Dominic Weiss, Chef der Wirtschaftsagentur, die langfristige Unterstützung für Unternehmen betont.
Im Kontext des österreichweiten Konjunkturabschwungs im Jahr 2023, der durch eine Flaute in der Industrie geprägt ist, zeigt sich die dienstleistungsorientierte Stadtwirtschaft Wiens relativ stabil. Während die reale Bruttowertschöpfung stagnierte, stieg die Beschäftigung in Wien um 1,8%, was schneller als der bundesweite Durchschnitt von 1,2% ist. Dennoch hat sich die Arbeitslosenquote leicht auf 10,6% erhöht. Prognosen für 2024 deuten auf ein geringes Wachstum der Bruttowertschöpfung (+0,9%) und der Beschäftigung (+1,0%) hin, während die Arbeitslosenquote voraussichtlich auf 10,9% steigen wird. Diese wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unterstreichen die Relevanz der neuen Arbeitsplätze, die durch die Isodaem-Investition geschaffen werden, um den lokalen Arbeitsmarkt zu stabilisieren und zu stärken, wie auch in einer Analyse von WIFO dargestellt.
Insgesamt stellt die Investition von Isodaem in Liesing einen bedeutenden Schritt für die regionale Wirtschaft dar und könnte ein wichtiger Faktor für die zukunftssichere Entwicklung des Standorts Wien sein. Die Kombination aus neuen Arbeitsplätzen, modernen Produktionsstrukturen und nachhaltigen Technologien ist ein positives Signal in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheiten.