In Liesing stehen große Veränderungen bevor. Der geplante Ausbau der Südstrecke auf vier Gleise durch die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) betrifft nicht nur die Infrastruktur, sondern auch die Lebensqualität der Anwohner. Besonders der Bahnhof Liesing wird in den Fokus gerückt, da hier durch den viergleisigen Ausbau zwischen Wien Meidling und Mödling zahlreiche Anpassungen notwendig werden. Die geplante Maßnahme zielt darauf ab, den S-Bahn-Takt auf fünf Minuten zu verdichten und zusätzliche Nahverkehrsverbindungen zwischen Meidling und Liesing zu schaffen.

Die Anwohner haben bereits ihre Anliegen geäußert. Insbesondere Radfahrer sollen nicht vergessen werden, wie zwei Anwohner anmerken. Sie fordern einen größeren Aufzug für die Mitnahme von Fahrrädern, besonders Lastenrädern, und schlagen eine durchgehend befahrbare Radunterführung unter dem Bahnhof vor, vorzugsweise in Verlängerung der Fröhlichgasse. Bezirksvorsteher Gerald Bischof (SPÖ) hat bestätigt, dass eine neue Radwegunterführung im südlichen Bereich des Bahnhofs geplant ist, die vom Fußgängerverkehr getrennt wird. Im Rahmen der Liesingbach-Renaturierung wird zudem eine Fuß-Radweg-Unterführung der Rudolf-Waisenhorngasse umgesetzt.

Barrierefreiheit im Fokus

Die ÖBB hat sich zur Aufgabe gemacht, alle Haltestellen zwischen Wien Meidling und Mödling, einschließlich des Bahnhofs Liesing, barrierefrei zu gestalten. Anstelle der bisherigen Randbahnsteige sind barrierefreie Inselbahnsteige geplant. Die neuen Liftanlagen sollen einen komfortablen Zugang ermöglichen und somit die Mobilität für alle Reisenden verbessern. Die Neugestaltung des Bahnhofs berücksichtigt auch die Anbindung an andere öffentliche Verkehrsmittel und Wegenetze, was für die Nutzer von entscheidender Bedeutung ist.

Die geplanten Veränderungen sind Teil des Projekts „Viergleisiger Ausbau Meidling–Mödling“, dessen positive Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) im Juli 2025 erlassen wurde. Aktuell werden die Stellungnahmen im Rahmen eines Rechtsmittelverfahrens geprüft. Die Hauptbauarbeiten sollen voraussichtlich Ende 2029 beginnen, mit einer Gesamtfertigstellung, die für 2035 anvisiert ist. Diese Zeitspanne verdeutlicht, dass umfassende Planungen und Abstimmungen notwendig sind, um die Infrastrukturen an die Bedürfnisse der Bevölkerung anzupassen.

Datenschutz und Nutzerinteraktion

Die ÖBB setzt zudem auf digitale Kommunikation, um die Fahrtgäste bestmöglich zu informieren. Die Nutzung der ÖBB-Website und des Fahrgastrechte.Bots beinhaltet die automatische Erhebung personenbezogener Daten. Diese Datenverarbeitung erfolgt im Einklang mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Wichtig ist, dass die Bestätigung der Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben erforderlich ist, da falsche Angaben Entschädigungsansprüche gefährden können.

Öffentlicher Raum und Barrierefreiheit

Der öffentliche Raum, einschließlich der Bahnhöfe, ist ein zentraler Bestandteil des Lebens in einer Stadt. Er ermöglicht die eigenständige Bewegung, Begegnung und Erholung. In Liesing wird durch den bevorstehenden Ausbau nicht nur der Zugang zum Bahnhof verbessert, sondern auch die Erreichbarkeit anderer wichtiger Ziele im Wohnumfeld, wie Geschäfte, Dienstleistungen und Arztpraxen. Die DIN 18040-3, die die barrierefreie Planung und Ausstattung von Verkehrs- und Außenanlagen regelt, spielt dabei eine entscheidende Rolle. Diese Norm sorgt dafür, dass unterschiedliche Nutzungsansprüche – zwischen Fußgängern, Kfz- und Radverkehr – bei der Gestaltung von Verkehrsanlagen berücksichtigt werden.

Der bevorstehende Ausbau des Bahnhofs Liesing ist nicht nur ein infrastrukturelles Projekt, sondern auch ein Schritt in Richtung einer inklusiveren und barrierefreien Mobilität. Die Berücksichtigung der Bedürfnisse von Anwohnern und Nutzern wird dazu beitragen, die Lebensqualität in Liesing zu erhöhen und eine nachhaltige, zukunftsfähige Verkehrsinfrastruktur zu schaffen. Für weitere Informationen zu den aktuellen Entwicklungen kann die Quelle besucht werden.