Im Herzen der Leopoldstadt wird der Volkertplatz im Rahmen der Entsiegelungsoffensive „Raus aus dem Asphalt“ umfassend umgestaltet. Die Maßnahmen, die im Herbst 2023 beginnen, zielen darauf ab, aus dem Platz einen attraktiven Treffpunkt für alle Generationen zu schaffen. Planungsstadträtin Ulli Sima betont dabei die Wichtigkeit, die Lebensqualität in dicht verbauten Gebieten zu verbessern und eine Abkühlung in der Stadt zu schaffen. Bezirksvorsteher Alexander Nikolai hebt die Bedeutung des Platzes als zentralen Treffpunkt hervor und unterstreicht die Bürgerbeteiligung, die in die Planung eingeflossen ist. Der Umbau ist das Ergebnis jahrelanger Gespräche unter dem Titel „Volkert macht blau“.

Im Rahmen der Umgestaltung werden 13 neue Bäume gepflanzt, wobei die Anzahl der bestehenden Bäume auf insgesamt 24 erhöht wird. Über 2.000 m² Fläche werden entsiegelt, davon rund 1.200 m² neue Grünflächen. Neue Sitzmöglichkeiten, darunter rund 100 Holzbänke, werden geschaffen, und ein Wasserspiel mit 3 Bodenstrahldüsen und 4 Bodennebeldüsen wird installiert. Das gesamte Projekt wird mit Kosten von rund 1,2 Millionen Euro veranschlagt. Die Planung sieht auch eine Verbesserung der Funktionalität und Ästhetik des Platzes vor: neues Pflaster wird die Regenwasserversickerung erleichtern, während die angrenzenden Flächen neben dem Volkertmarkt zusätzlich begrünt werden, um ein angenehmes Mikroklima zu fördern.

Ein Leuchtturmprojekt für die Stadt

Das Projekt wird von der Stadtverwaltung als „Leuchtturmprojekt im öffentlichen Raum“ beschrieben. Es umfasst Maßnahmen zur Erhöhung der Hitzeresilienz, die angesichts der steigenden Hitzebelastung in Städten durch den Klimawandel dringend notwendig sind. Die negativen Auswirkungen der Hitze auf Gesundheit und Lebensqualität der Bewohner sind nicht zu unterschätzen. Die Umgestaltung des Volkertplatzes ist daher auch ein Schritt zur Anpassung an die Herausforderungen des Klimawandels. Einige Anwohner äußern jedoch gemischte Meinungen zum Umbau: Während viele mehr Grün wünschen, gibt es auch Stimmen, die den Platzmangel kritisieren.

Der Volkertplatz gilt als Hitzepol in der Stadt und war in der Vergangenheit mehrfach umgestaltet worden, jedoch ohne nachhaltigen Erfolg. Mit der neuen Planung wird eine nachhaltige Lösung angestrebt, die auch die Bedürfnisse der Anwohner berücksichtigt. Die Gentrifizierung im Viertel ist bisher ausgeblieben, und viele Wohnungen befinden sich in schlechtem Zustand. Das Projekt könnte dazu beitragen, das Grätzel aufzuwerten und gleichzeitig einen Raum zu schaffen, der auch bei schlechtem Wetter stark frequentiert ist. Die Vorfreude auf die neuen Spielgeräte, Hydranten und Wasserdüsen ist groß, und es bleibt zu hoffen, dass die Maßnahmen die Lebensqualität im Viertel nachhaltig verbessern.

Die Herausforderung der Hitze

Die Notwendigkeit urbaner Umgestaltungen zur Erhöhung der Hitzeresilienz ist in Anbetracht der aktuellen Klimakrise unbestritten. Die Themen Kühlung und erträgliche Wohnverhältnisse stehen im Fokus der Stadtentwicklung. Die Hitzebelastung in Städten nimmt zu, und die damit verbundenen Herausforderungen müssen dringend angegangen werden. Die Umgestaltung des Volkertplatzes ist ein Schritt in die richtige Richtung, um den Anwohnern eine bessere Lebensqualität zu bieten und ein erträgliches Mikroklima zu schaffen. Das Projekt stellt somit nicht nur eine kurzfristige Lösung dar, sondern könnte als Modell für zukünftige städtische Entwicklungen dienen.

Für weitere Informationen zu diesem Projekt besuchen Sie bitte die Pressemitteilung der Stadt Wien oder den Artikel auf ZwischenBrücken. Weitere Informationen über die Herausforderungen der Hitze in Städten finden Sie auf der Website der Nationalen Stadtentwicklungspolitik.