Heute ist der 13.02.2026. In der Leopoldstadt, einem der lebhaftesten Bezirke Wiens, steht das Straßenbahnnetz vor einer entscheidenden Wende. Immer mehr Langsamfahrstellen bremsen die Straßenbahnen, insbesondere bei den Linien 1 und 2. Diese Abschnitte erfordern eine reduzierte Geschwindigkeit, sodass die Straßenbahnen nur mit etwa 15 km/h unterwegs sein dürfen. Die Wiener Linien, die das sechstgrößte Straßenbahnnetz der Welt betreiben, haben erkannt, dass regelmäßige Gleis- und Weichentauschmaßnahmen unerlässlich sind, um die Zuverlässigkeit des Verkehrs aufrechtzuerhalten und die Fahrgäste zufriedenzustellen. Informationen zu aktuellen und geplanten Baustellen sind online verfügbar und helfen dabei, den Überblick zu behalten.
Um diesen Herausforderungen zu begegnen, haben die Wiener Linien die Gleisbauoffensive „Netz erst recht!“ ins Leben gerufen. Diese Initiative, die 2024 gestartet wurde und bis 2029 läuft, zielt darauf ab, Langsamfahrstellen abzubauen und das gesamte Straßenbahnnetz zu modernisieren. Im Jahr 2023 sollen insgesamt 12,5 Kilometer Straßenbahngleise und 33 neue Bim-Weichen in Wien getauscht werden. Die geplanten Arbeiten an der Linie 1, Universitätsring und Akademiestraße versprechen spürbare Verbesserungen für die Fahrgäste. Auch die Linien D, 71 und 62 werden von diesen Gleisbauarbeiten profitieren.
Fortsetzung der Modernisierung
Die Modernisierungsoffensive „Netz erst recht!“ geht auch im Jahr 2025 weiter. Das Hauptaugenmerk liegt dann erneut auf dem Straßenbahnnetz. Im Vorjahr wurden bereits 100 Baustellen erfolgreich abgewickelt. Für 2025 sind weitere elf Kilometer Gleise und 45 neue Weichen geplant. Die neuen Gleise werden unter anderem in der Hütteldorfer Straße, der Landstraßer Hauptstraße, der Schlachthausgasse, am Franz-Jonas-Platz sowie in der Innenstadt (Kärntner Ring, Universitätsring, Schubertring) eingebaut. Diese umfangreichen Arbeiten sollen nicht nur die Verlässlichkeit des Straßenbahnnetzes verbessern, sondern auch die Sicherheit für alle Fahrgäste erhöhen.
Erweiterte Maßnahmen für U-Bahn und mehr
Zusätzlich zur Straßenbahn werden auch Modernisierungen im U-Bahn-Netz vorangetrieben. So erhält die U-Bahn im Jahr 2025 elf neue Aufzüge und zwölf moderne Rolltreppen, wobei ein besonderes Augenmerk auf die U6 gelegt wird. Weitere Projekte umfassen die Sanierung von Bahnsteigen in Kagran, neue Weichen am Keplerplatz sowie die Sanierung von Tunnelträgern und Brückentragwerken bei der U4. Diese Maßnahmen sind Teil eines umfassenden Plans, um das gesamte öffentliche Verkehrsnetz in Wien nicht nur zu erhalten, sondern auch zukunftssicher zu machen.
Die Priorisierung der Erneuerungen orientiert sich an den Gleiszuständen des gesamten Öffi-Netzes. Dies bedeutet, dass Fahrgäste der Linie 2 etwas Geduld aufbringen müssen, da nicht für alle Langsamfahrstellen bereits Sanierungstermine festgelegt sind. Doch die Fortschritte, die bereits sichtbar sind, lassen auf eine deutliche Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs in der Zukunft hoffen. Die Stadt Wien unterstützt diese wichtige Initiative mit zusätzlichen Mitteln und Kosteneinsparungen, die die Modernisierung ermöglichen.
Die Entwicklungen im Wiener Straßenbahnnetz sind nicht nur für die Leopoldstädter von Bedeutung, sondern auch für alle, die auf die Zuverlässigkeit und Sicherheit der öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen sind. Mit der laufenden Modernisierung wird ein wichtiger Schritt in Richtung einer nachhaltigeren und effizienteren Mobilität in der Stadt gemacht. Die Wiener Linien setzen alles daran, ein modernes, sicheres und verlässliches Verkehrsnetz zu bieten, das auch den Anforderungen der Zukunft gerecht wird. Weitere Informationen zu den Fortschritten und geplanten Baustellen sind online abrufbar, um die Fahrgäste stets auf dem Laufenden zu halten.